10:11 05 April 2020
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    Russland stellt seine Beziehungen im Nahen Osten wieder her. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Unzufriedenheit einiger Länder der Region mit der Einstellung der Obama-Administration zum Iran, berichtet das Internetmagazin "World-Net-Daily" (WND).

    Die Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen Israel und Russland stellt ein Beispiel für die Verbesserung der Beziehungen zwischen den traditionellen US-Verbündeten im Nahen Osten und Moskau dar, so WND. Der Grund dafür sei nicht zuletzt die Verbesserung der Beziehungen zwischen Washington und dem Iran im Zusammenhang mit dem vereinbarten internationalen Atom-Abkommen.

    WND unterstreicht die Bedeutsamkeit des Besuches von Israels Premierminister Benjamin Netanyahu in Moskau. Bei der Visite hatte der Politiker erklärt, die beiden Länder hätten sich über die Koordinierung ihrer Militärhandlungen in Syrien geeinigt.

    Derzeit erfolgen „Verschiebungen der tektonischen Nahost-Platten“, so WND, die in der Region seit der Islamischen Revolution von 1979 höchst bedeutend und dramatisch sind. Es sieht so aus, als ob Russland vier Jahrzehnte später seine Beziehungen mit den Nahost-Ländern wiederherstellt, besonders mit denen, die die Position von Obama zum Iran für unzulässig halten.

    WND erinnert die Leser zudem daran, dass nach der Unterzeichnung des Atom-Abkommens mit dem Iran berichtet wurde, dass Russland und Saudi-Arabien ihre Zusammenarbeit im Energie-Bereich aktivieren könnten. Dies sei als eine ernsthafte Entwicklung nach einer Periode von nicht einfachen Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu interpretieren.

    Die Beziehungen zwischen Russland und Ägypten verbessern sich ebenfalls. Als Beweis dafür nennt WND die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern in den Bereichen Militär und Wirtschaft. Die Obama-Administration steht der gemäßigten Regierung vom Abdel Fattah al-Sisi, der Kurs auf die Annäherung mit Russland genommen hat, sehr reserviert gegenüber.

    Für die Verbesserung der politischen Klima zwischen Kairo und Moskau sprechen insbesondere ein Waffen-Deal im Wert von 3,5 Milliarden US-Dollar, der im letzten Jahr vereinbart wurde, und die angekündigten Pläne über gemeinsame Seemanöver im Mittelmeer.

    Im März hatte Russland zudem einen zehn Milliarden Euro schweren Vertrag über den Bau des ersten Atomkraftwerkes in Jordanien unterzeichnet. Dieses Land gilt traditionell als ein weiterer US-Verbündeter.

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    Tags:
    Benjamin Netanjahu, Abdel Fattah al-Sisi, Wladimir Putin, Barack Obama, Saudi-Arabien, Iran, Ägypten, Russland, Israel, Syrien