04:26 18 Oktober 2018
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    Migranten an der serbisch-ungarischen Grenze

    Zaun im Schengen-Raum: Ungarn schottet sich von Slowenien mit Stacheldraht ab

    © AP Photo / Matthias Schrader
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    Migrationsproblem in Europa (1281)
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    Ungarn hat bereits den ersten Kilometer Grenzzaun zu seinem Nachbarland Slowenien errichtet, um einen weiteren Flüchtlingsansturm abzuwehren, berichten slowenische Fernsehsender am Freitag.

    Zuvor hatte das Land mit dem Bau eines Grenzzauns zu Kroatien begonnen. Bereits am 15. September wurden die Bauarbeiten des Zauns an der Grenze zu Serbien komplett abgeschlossen. Bei der Sicherung der Grenze werden Militäreinheiten eingesetzt, illegale Grenzübertritte nach Ungarn werden sogar strafrechtlich verfolgt.

    Nun sichert Ungarn seine Grenze auch zu Slowenien. Dies ist der erste Fall einer Grenzsperre zwischen Ländern, die dem Schengen-Raum angehören. Die Arbeiten, die von Militär und Polizei kontrolliert werden, begannen am Donnerstag, wobei die Regierung in Ljubljana über die Pläne von Ungarn nicht informiert wurde.

    Am Donnerstagabend hatte der ungarische Außenminister Peter Szijarto seinem slowenischen  Amtskollegen Karl Erjavec bei einem Telefongespräch versichert, dass diese Maßnahmen provisorisch seien.

    Seit Januar sind bereits fast eine halbe Million Migranten in die EU gekommen. Der Flüchtlingsstrom aus dem Nahen Osten und Nordafrika, darunter auch aus Syrien, reißt nicht ab. Die EU-Kommission spricht von der schlimmsten Migrationskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Laut Medien hat die berüchtigte Terrormiliz IS unter den Flüchtlingen bereits Tausende Kämpfer in die EU eingeschleust.

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    Tags:
    Migrationspolitik, Migranten, Schengen-Zone, Schengen-Abkommen, EU, EU-Kommission, Karl Erjavec, Peter Szijjarto, Slowenien, Ungarn, Syrien