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    Weniger als eineinhalb Jahre nach der Veröffentlichung der außenpolitischen Doktrin von US-Präsident Barack Obama wird immer offensichtlicher, dass sie gescheitert ist, wie die Agentur Reuters schreibt.

    Laut diesem Dokument richtet Obama besonderes Augenmerk auf örtliche Partner und nicht auf groß angelegte Militärmissionen der USA im Ausland.

    Die in Syrien von den USA ausgebildeten Kämpfer der Opposition übergeben ihre Munition und Ausrüstungen an die mit der Al- Qaida verbundene Terrormiliz, so die Zeitung.

    Im Irak sei der Kampf der von den Amerikanern unterstützten Regierungstruppen gegen den IS in eine Sackgasse geraten.  
    In Afghanistan hätten die Taliban erstmals seit 2001 eine Provinzhauptstadt eingenommen.

    „Obwohl die US-amerikanischen Investitionen in den Anti-Terror-Kampf auf mindestens 90 Milliarden US-Dollar geschätzt werden, hat Obama nicht ausreichend viele zuverlässige Partner, die die Verantwortung auf dem Kampffeld übernommen hätten, sowie nicht ausreichend viele passende Varianten zur Rettung der Situation gefunden.“

    Russlands Schritte, die für die USA unerwartet seien und die „die Initiative in der Syrien- und der Irak-Krise ergreifen, haben die US-Beamten überrascht und die Erosion des Einflusses Washingtons in dieser Region offengelegt“, so Reuters.

    Unter Berufung auf „jetzige und frühere US-amerikanische Beamte“ verweist die Zeitung darauf, dass Obama im Zusammenhang „mit den wachsenden Misserfolgen“ seine Strategie global kaum ändern werde.

    „Dies bringt auf den Gedanken, dass Obama im Januar 2017 seinem Nachfolger einige schwierige internationale Konflikte hinterlässt.“

    Wie Reuters schreibt, ist die Obama-Doktrin zum Teil auf schwache Regierungen im Irak und in Afghanistan, zum Teil auf den Verzicht der gemäßigten Oppositionsgruppen in Syrien gestoßen, der Rivalität untereinander ein Ende zu setzen.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Anti-Terror-Kampf, Terrorismus, Taliban, Al-Qaida, Barack Obama, USA, Russland, Syrien, Irak, Afghanistan