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02:19 22 September 2019
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    Putin: Moskau bahnt Kontakte zu Pentagon und US-Sicherheitsdiensten an

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    Vor dem Hintergrund der sich häufenden Informationsattacken auf Russland hofft der russische Präsident Wladimir Putin auf die Schaffung eines permanenten Mechanismus, der ein Zusammenwirken mit den USA in Syrien ermöglichen würde.

    Der russische Staatschef erwähnte während einer Pressekonferenz am Donnerstag, dass die ersten Informationen über zivile Opfer bereits erschienen waren, als die russischen Flugzeuge noch nicht einmal gestartet waren. Russland sei zwar auf solche Informationsattacken gefasst, das bedeute jedoch nicht, dass Moskau derartige Informationen völlig ignorieren sollte, sagte er.

    Genau deshalb bahne Russland jetzt Kontakte zu den US-Sicherheitsdiensten und zum Pentagon an. „Ich hoffe, dass diese Arbeit mit der Schaffung eines permanenten Mechanismus enden wird“, betonte Putin.

    Zuvor hatten westliche Medien einen Vertreter der syrischen Opposition zitiert, laut dem mehrere Zivilisten in Syrien durch russische Bombenangriffe gestorben seien. Das russische Außenministerium wies diese Meldungen als „Informationskrieg“ zurück. Auch das US-Militär, das ebenfalls Terroristen des Islamischen Staates in Syrien bombardiert, konnte keine zivilen Opfer durch russische Angriffe bestätigen.

    Die russische Luftwaffe fliegt seit dem gestrigen Mittwoch auf Bitte des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad Angriffe gegen die Terrormiliz IS, die bereits weite Teile dieses Mittelmeerlandes kontrolliert. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sind mehr als 50 russische Flugzeuge und Hubschrauber an der Operation in Syrien beteiligt.

    Das Völkerrecht erlaubt Militäreinsätze in fremden Staaten entweder auf Beschluss des UN-Sicherheitsrats oder auf Bitte der Regierung des betreffenden Landes. Eine von den USA geführte Koalition bombardiert seit September vergangenen Jahres Syrien ohne Zustimmung der dortigen Regierung.

    Um zivile Opfer zu vermeiden, greife Russland nur im Voraus ermittelte Ziele an, die außerhalb von Wohnorten lägen, teilte ein Militärsprecher in Moskau mit. Die anzugreifenden  Ziele würden gemeinsam mit dem syrischen Militär bestimmt.

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    Pentagon, Wladimir Putin, USA, Russland, Syrien