23:27 15 Dezember 2018
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    Ungarisches Außenamt: Politiker und IS an Flüchtlingssituation schuld

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    Migrationsproblem in Europa (1281)
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    Eine Reihe von falschen politischen Entscheidungen, die Ausweitung des Einflusses der Terrormiliz Islamischer Staat und der Klimawandel haben den Ausbruch der seit dem Zweiten Weltkrieg schlimmsten Migrationskrise verursacht, wie Ungarns Außenminister Peter Szijjarto bei der UN-Vollversammlung in New York sagte.

    Ihm zufolge betrifft die jetzige massenhafte Migration weltweit 60 Millionen Menschen, die aus verschiedenen Gründen ihre Häuser verlassen mussten. 
    Wie Szijjarto weiter ausführte, muss die Weltgemeinschaft gegen den Klimawandel kämpfen, wobei ebenfalls vorläufig kein Erfolg erzielt worden ist.

    „Die globale Erwärmung hat einen Anstieg des Meeresspiegels, extreme Wetterverhältnisse, einen Mangel an Nahrungsmitteln zur Folge und im Ergebnis neue Migrationswellen“, so der Minister.

    Deswegen seien eine globale Antwort, eine globale Lösung mit globaler Teilnahme erforderlich.  Unter anderem müsse die EU, die von der entstandenen Flüchtlingssituation besonders betroffen sei, daran denken.

    „Wenn es hier keine Wandlungen geben wird, wenn wir die Kontrolle über die Grenzen nicht wiederherstellen und den Zustrom nicht reduzieren werden, wird Europa auch destabilisiert – zuerst am Rande und dann auch in der Mitte“, sagte Szijjarto.

    Der Minister hält es für nötig, den internationalen Kampf gegen den IS zu festigen, die Situation in Nordafrika und im Nahen Osten zu stabilisieren, ein globales Quotensystem zur Unterbringung von Flüchtlingen zu schaffen, die UN-Friedenstifter weiter zu stärken und „Ziele einer dauerhaften Entwicklung voll und ganz in die Tat umzusetzen“.

    Der ungarische Premierminister Viktor Orban äußerte die Meinung, dass ohne gemeinsame Lösung Russlands, der USA, Chinas sowie der reichsten arabischen Länder eine Beilegung der seit Jahrzehnten stärksten Migrationskrise in Europa unmöglich ist.

    Außerdem hält er die Situation, in der viele Länder der Migrationskrise in Europa beiseite stehen, für ungerecht.

    „Es ist ungerecht, dass die USA lediglich bis zu 15.000 Flüchtlinge aufnehmen, dass Israel und Australien keinen einzigen Flüchtling aufnehmen und reiche arabische Länder schwanken und alle sich an Europa wenden“, zitiert die Agentur France Press den ungarischen Premier.

    Die Zuwanderungskrise in Europa hat sich im Zusammenhang mit dem stetig zunehmenden Einwanderungsstrom aus Nordafrika, dem Nahen Osten sowie aus Zentral- und Südasien zugespitzt. Die Zahl der Flüchtlinge aus den unruhigen Nahost- und nordafrikanischen Staaten steigt rasant.

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    Migranten, Terrormiliz Daesh, Migrationspolitik, Viktor Orban, Russland, USA, China