23:53 31 März 2020
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    Russland vs. Islamischer Staat (888)
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    Immer weitere Menschen fliehen vor dem „Islamischen Staat“ in die EU. Syriens Präsident Baschar al-Assad ist sich sicher: Mit der russischen Luftwaffe wird seine Armee mit der berüchtigten Terrormiliz endlich fertig.

    Laut Experten wird es ohne Frieden in Syrien kein Ende der Flüchtlingskrise in Europa geben.

    Mehr Flüchtlinge in Deutschland als erwartet

    Im laufenden Jahr könnten nicht wie bisher erwartet 800.000, sondern insgesamt bis zu 1,5 Millionen Asylbewerber nach Deutschland kommen. In einem internen Behördenbericht ist laut „Bild“ auch von einem möglichen „Zusammenbruch der Versorgung" die Rede. Schon jetzt mangele es an Wohncontainern und sanitären Einrichtungen.

    Seit Januar sind bereits rund eine halbe Million Migranten aus dem Nahen Osten und Nordafrika in die EU gekommen. Die Menschen flüchten vor den islamistischen Terroristen, die etwa in Syrien weite Teile des Landes kontrollieren. 
     
    IS kann nun besiegt werden

    Jahrelang kämpft die syrische Regierungsarmee gegen die Terrormilizen „Islamischer Staat“ und al-Nusra. Erst vor kurzem war in diesem Krieg noch kein Ende in Sicht. Jetzt gibt sich Präsident Baschar al-Assad siegessicher. Es seien die russischen Luftangriffe, die ihn optimistisch machen, sagte er am Sonntag in einem Interview für das iranische Fernsehen.

    Auf seine Bitte hin bombardieren russische Flugzeuge seit der vergangenen Woche die Terroristen in Syrien. Laut Assad geht Russland transparent vor. „Die Russen haben uns nie etwas aufgezwungen, und schon gar nicht in dieser Krise“.

    Wenn sein Land mit Russland, Iran und dem Irak gemeinsam gegen den Terrorismus kämpfe, werde es Erfolge geben, so der syrische Präsident. Die Chancen dieser Allianz bezeichnete er als „groß“.

    Mit Unterstützung der Terroristen aufhören

    Der Sieg über den IS könne aber noch schneller errungen werden, wenn einige Staaten im Westen und Nahen Osten mit der Unterstützung der Terroristen in seinem Land aufhörten, betonte Assad.

    Eine von den USA geführte Militärkoalition hatte 2014 mit Bombardements in Syrien begonnen. Seitdem ist der IS sogar expandiert. Gleichzeitig unterstützen westliche Staaten so genannte „moderate Rebellen“, die gegen Assad kämpfen.

    Der syrische Präsident misstraut nach eigener Aussage den USA und deren Verbündeten. Denn wer Terroristen unterstütze, der könne den Terrorismus nicht ausrotten. Mit ihren Bombenangriffen habe die US-Allianz die Situation in Syrien „nur weiter verschlimmert“.

    Ende der Flüchtlingskrise nur bei Frieden in Syrien

    Russlands Kampfjet Su-30 auf dem Stützpunkt im syrischen Hmeimim
    © Sputnik / Dmitry Vinogradov
    Mit seinen Vorwürfen hat Assad durchaus Recht, kommentierte Jewgeni Birjukow in einem Gespräch mit Sputnik. Laut dem Nahostexperten vom Moskauer Institut für strategische Studien „sind es Syriens Nachbarn und westliche Staaten, die hinter den bewaffneten Radikalen stehen“.

    „Seit März wird Syrien wieder verstärkt unter Druck gesetzt. Das Ergebnis: Im September standen Terroristen vor Damaskus, gleichzeitig erreichten die Flüchtlingszahlen das Ausmaß einer Katastrophe“, sagte der Experte. „Hätte Russland nicht eingegriffen, hätte die  entkräftete syrische Armee nicht standgehalten.“

    Mit Blick auf die westliche Koalition, die Ziele in Syrien ohne Zustimmung der dortigen Regierung bombardiert, äußerte der Experte, Russland sei derzeit das einzige Land, das in Syrien im Einklang mit dem Völkerrecht operiert. Ein Quartett aus Russland, Syrien, dem Iran und dem Irak wäre „der erste legitime Versuch, eine internationale Koalition gegen den IS zu schmieden“.

    Nur bei dieser völkerrechtskonformen Position könnte der Frieden in Syrien wieder einkehren und die Souveränität der legitimen Regierung im ganzen Land wiederhergestellt werden. Das wäre wiederum der einzige Weg, um das Migrantenproblem in Europa zu lösen.

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    Tags:
    Migranten, Terrormiliz Daesh, Baschar al-Assad, Syrien, Deutschland, USA, Russland