22:03 21 September 2020
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    US-Neokonservative verbreiten nach dem langen US-Krieg im Irak eine gefährliche Lüge über die Geschichte dieses Konflikts, schreibt der Kolumnist Matt Purple in der Zeitung „The National Interest“.

    Es handelt sich um einen Religionskonflikt, der sich im Irak nach dem Sturz von Saddam Hussein entfachte. Falken und Neokonservative in den USA erzählen, dass die Aufstände der Sunniten und Schiiten im Irak von Anfang an gewaltsam niedergeschlagen worden seien, bis sich George W. Bush eingemischt und einen Truppeneinmarsch angeordnet habe. Laut den Neokonservativen brachte  der US-Militäreinsatz Frieden in die Region, bis der „ängstliche Obama“ die Truppen abzog, was zur Entstehung des „Islamischen Staates“ führte. Diese Darstellung der Ereignisse ähnele eher einem Märchen, doch sie werde von vielen US-Intellektuellen geteilt, so Kolumnist Purple.

    Dieser Mythos wird heute für die Deutung der Lage in Syrien genutzt, wie es weiter heißt. Die Unterstützung und Bewaffnung der syrischen Aufständischen durch die USA, worauf die Falken beharrten, führte dazu, dass die von den USA ausgebildeten Extremisten ihre Waffen an die Al-Qaida übergaben und der „Islamische Staat“ US-Panzerabwehrraketen bekam.

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    Wie der Nahost-Experte Charles Lister zuvor betonte, koordinierte der größte Teil der syrischen Extremisten seit 2012 ihr Vorgehen mit der Al-Qaida.

    Die US-Missionen im Nahen Osten verschärfen die Konflikte. Die märchenhaften Deutungen der Situation im Irak und Syrien durch die Neokonservativen würden eine falsche Vorstellung von der Stärke der USA geben und daran hindern, die richtigen Lehren aus dem 15 Jahre andauernden Krieg im Nahen Osten zu ziehen, so der Experte.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Al-Qaida, Saddam Hussein, Syrien, Irak, USA