20:36 29 März 2020
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    Ex-CIA-Mitarbeiter zu Russlands Militäreinsatz: Chance für Rettung Syriens vor IS

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    Russland vs. Islamischer Staat (888)
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    Nachdem die russischen Luftstreitkräfte gegen die Terrorgruppierung "Islamischer Staat" vorgehen, dürfen die Syrer endlich hoffen, dass die Terroristen vernichtet werden, wie der frühere für den Nahen Osten und Asien zuständige CIA-Mitarbeiter Graham E. Fuller in einem Interview für RT sagte.

    Eine solche Entwicklung gefalle allerdings dem Westen nicht, der jedoch einräumen müsse, dass die bisherige Situation katastrophal gewesen sei.

    Ferner äußerte der Experte, dass die USA trotz mehrerer gescheiterter Militäreinsätze im Nahen Osten ihre alten Fehler wiederholen.

    „Der größte Fehler der US-Politik besteht darin, dass die Amerikaner das Wesen der politischen, wirtschaftlichen, sozialen und nationalistischen Kräfte nicht ganz verstanden, gegen die sie kämpften“, so Fuller.

    Inzwischen aber werde im Westen über den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad anders als bis zuletzt geredet: So bestehe US-Außenminister John Kerry nicht mehr auf seinem sofortigen Rücktritt; die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sagte sogar, Assad sollte Teil eines Übergangsprozesses in Syrien werden, und der britische Premier David Cameron schließt Assads Beteiligung an möglichen Verhandlungen nicht aus.

    „Nichts kann einen so effizient dazu zwingen, seine Meinung zu ändern, wie ein offensichtliches Scheitern. Erst jetzt hat der Westen eingesehen, dass es besser ist, wenn Assads Regierung, egal wie schlecht sie auch ist, an der Macht ist und nicht IS“, so Fuller und ergänzte, dass Assads Rücktritt nichts als einen langen Bürgerkrieg in Syrien zur Folge hätte.

    Russland sei eines der wenigen Länder, so der Experte weiter, die das von Anfang an wussten, während die USA, die an die Möglichkeit glaubten, anderen Ländern die Demokratie mit militärischen Mitteln aufzuzwingen, das Erstarken des "Islamischen Staates" nur förderten.

    Fuller verbindet allerdings die Hoffnung auf die Überwindung der Syrien-Krise mit der Wiederaufnahme des Dialogs zwischen Moskau und Washington. „Die Luftstreitkräfte beider Länder wollen vor allem einen Konflikt vermeiden. Denn die russischen Kampfjets könnten in denselben Gebieten wie die US-Luftwaffe vorgehen“, betonte er.

    Nach seiner Auffassung sollten die Kontakte zwischen den Verteidigungsministerien Russlands und der USA zu Verhandlungen über ein Kriegsende in Syrien führen.

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    Terrormiliz Daesh, Baschar al-Assad, John Kerry, USA, Russland