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    Situation in Syrien (2016) (851)
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    Der russische Außenpolitiker Alexej Puschkow vertritt die Ansicht, dass es keine moderate Opposition auf dem Territorium Syriens gibt. Damit bestreitet er den Standpunkt Washingtons.

    „US-Außenamt: Die syrische ‚moderate Opposition‘ existiert. Das Problem besteht aber darin, dass sie nicht mehr moderat ist, sobald sie über die Grenze nach Syrien rüberkommt“, twitterte der Chef des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma (Unterhaus).

    Zuvor hatte der Sprecher des US-Außenamtes Mark Toner erklärt, die USA teilen nicht den Standpunkt, in Syrien gebe es keine moderate Opposition, die durch die Freie Syrische Armee vertreten sei. „Die Freie Syrische Armee existiert“, erklärte er. „Sie umfasst zahlreiche bewaffnete Formationen in ganz Syrien, zu denen Vertreter der moderaten Opposition gehören.“

    Der russische Außenminister hatte letzte Woche erklärt, Moskau betrachte die Freie Syrische Armee nicht als eine Terrorgruppierung. Als Terroristen stufe Moskau „die Gruppierungen ein, die vom Sicherheitsrat der Uno und von Russland als solche anerkannt wurden“. Später fügte Lawrow hinzu, Moskau wäre bereit, Kontakte mit der Freien Syrischen Armee herzustellen. Washington wurde gebeten, Informationen über diese und über  deren Kommandeure bereitzustellen.

    Vorerst habe Moskau niemand diese Informationen bereitgestellt, so Lawrow.

    Über das Ausbildungsprogramm für die sogenannte „moderate Opposition“ hat am Mittwoch die Webseite what they say about usa geschrieben.
     
    „Das Militärprogramm des Pentagons kritisierend, das in acht Monaten geschafft hat, 54 Syrer für den Kampf gegen den ISIL auszubilden, sagte der Befehlshaber der vom Pentagon trainierten moderaten Opposition in Syrien, Captain Ammar al-Wawi gegenüber ‚The Telegraph‘: ‚Bei so einem Tempo werden wir 38 Jahre brauchen, um an die 15.000 zu kommen.‘“
     
    Captain Wawi von der Division 30, die als Erste das von den USA geführte Programm absolviert hat, warf dem Pentagon die Unfähigkeit vor, sie zu schützen. Damit soll die US-Militärbehörde sie gezwungen haben, die Al-Nusra-Front um die Freilassung ihrer Kämpfer anzuflehen, die bei einem Zusammenstoß gefangen genommen worden waren.
     
    Das war die erste Niederlage des militärischen Trainingsprogramms, das eine Anti-IS-Kraft darstellen sollte. Die ausgebildeten Kämpfer wurden getötet oder verwundet. Nun werfen sie der internationalen Koalition Verrat vor, weil diese sie nicht schützen konnte. Wie Captain Ammar al-Wawi unterstreicht, hat die Koalition gut im Voraus gewusst, dass Al-Nusra einen Angriff auf ihre Kräfte vorbereitet.“
     
     

     

     

     

     

     

     

     

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    Freie Syrische Armee, Mark Toner, Alexej Puschkow, Syrien, USA, Russland