17:07 27 Oktober 2020
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    Die internationale Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ (MSF) haben 76 Länder, darunter auch Russland gebeten, die Einberufung einer unabhängigen Kommission zu initiieren, um den Beschuss der MSF-Klinik in der afghanischen Stadt Kundus zu untersuchen, wie die führende Rechtsberaterin der Hilfsorganisation, Francoise Saulnier, zu RIA Novosti sagte.

    Saulnier teilte mit, dass die MSF Briefe an alle Mitglieder der „Genfer Konvention“ und der sogenannten „International Humanitarian Fact-Finding Commission“ gesandt hätten. Des Weiteren hoffen die „Ärzte ohne Grenzen“, dass die Länder sich demnächst treffen und einen Beschluss fassen werden, wie diese Kommission funktionieren und ihre Unabhängigkeit gesichert werden soll.

    „Die Ermittler werden vollständig unabhängig und keine Länder sein“, fügte sie hinzu.

    Zuvor hatten MSF-Vertreter berichtet, dass die Organisation sich an 76 Länder, darunter auch an Russland,  wandte, die Mitglieder der unabhängigen internationalen Untersuchungskommission für humanitäre Angelegenheiten („International Humanitarian Fact-Finding Commission“) sind.

    Bei einem Luftangriff der US-Streitkräfte auf eine MSF-Klinik in der umkämpften Stadt Kundus waren am Samstag mehr als 20 Menschen getötet worden. Nach dem Angriff sagte ein US-Kommandeur, das Bombardement sei auf Bitten des afghanischen Militärs erfolgt. „Ärzte ohne Grenzen“ warfen den USA daraufhin vor, Afghanistan die Schuld zuschieben zu wollen. Am Dienstag wurde bekannt, dass die USA die Verantwortung für den Bombenangriff auf das Krankenhaus auf sich genommen haben.

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    Tags:
    Genfer Konvention, International Humanitarian Fact-Finding Commission, MSF, Ärzte ohne Grenzen, Francoise Saulnier, Afghanistan, USA