18:58 05 Dezember 2019
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    Russischer Kampfjet Su-25 auf dem Stützpunkt Hmeimim in Syrien

    Taten statt Worte: Russland zieht Zwischenbilanz des Syrien-Einsatzes

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    Russland vs. Islamischer Staat (888)
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    Die leichten Zeiten für den Islamischen Staat sind vorbei: Seit einer Woche bombardiert die russische Luftwaffe die berüchtigte Terrormiliz in Syrien. In den sieben Tagen hat sie mehr als 100 Angriffe geflogen und Terroristen scharenweise in die Flucht geschlagen.

    Luftwaffenoperation in Syrien
    © REUTERS / Ministry of Defence of the Russian Federation
    Seit dem 30. September haben russische Kampfjets rund 120 Angriffe geflogen und 110 Ziele in den von Terroristen kontrollierten Gebieten vernichtet. Seit dem 7. Oktober nimmt auch die Kriegsmarine an der Anti-Terror-Operation teil. Schiffe im Kaspischen Meer feuerten 26 Marschflugkörper auf IS-Anlagen in Syrien. Trotz der großen Distanz wurden nach Angaben aus Moskau alle vorgegebenen Ziele getroffen.

    Nach sieben Tagen Einsatz hat das Moskauer Verteidigungsministerium eine Zwischenbilanz der zerbombten IS-Infrastruktur gezogen. Zerstört wurden:

    •    71 Schützenpanzer
    •    30 Fahrzeuge
    •    19 Kommandostellen
    •    2 Kommunikationszentren
    •    23 Kraftstoff- und Waffenlager
    •    6 Sprengstofffabriken
    •    Artilleriestellungen
    •    Trainingslager

    • Russischer Kampfjet Su-25 auf dem Stützpunkt Hmeimim in Syrien
      Russischer Kampfjet Su-24 auf dem Stützpunkt Hmeimim in Syrien
      © Sputnik / Dmitry Vinogradov
    • Russischer Kampfjet Su-30 auf dem Stützpunkt Hmeimim in Syrien
      Russischer Kampfjet Su-30 auf dem Stützpunkt Hmeimim in Syrien
      © Sputnik / Dmitry Vinogradov
    • Russischer Kampfjet Su-24 auf dem Stützpunkt Hmeimim in Syrien
      Russischer Kampfjet Su-24 auf dem Stützpunkt Hmeimim in Syrien
      © Sputnik / Dmitry Vinogradov
    • Russische Su-25-Kampfjets auf dem Flugplatz Hmeimim in Syrien.
      Russische Su-25-Kampfjets auf dem Flugplatz Hmeimim in Syrien.
      © Sputnik / Dmitry Vinogradov
    • Der russische Luftwaffenverband besteht aus mehr als 50 Flugzeugen und Hubschraubern.
      Der russische Luftwaffenverband besteht aus mehr als 50 Flugzeugen und Hubschraubern.
      © Sputnik / Dmitry Vinogradov
    • Auf dem Flugplatz Hmeimim in Syrien.
      Auf dem Flugplatz Hmeimim in Syrien.
      © Sputnik / Dmitry Vinogradov
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    © Sputnik / Dmitry Vinogradov
    Russischer Kampfjet Su-24 auf dem Stützpunkt Hmeimim in Syrien

    Terroristen auf der Flucht

    Im Laufe der Woche griff die russische Luftwaffe Ziele in ganz Syrien an: von der IS-Hochburg Raqqa im Nordosten bis zur antiken Stadt Palmyra. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums haben die heftigen Angriffe bereits Tausende IS-Kämpfer in die Flucht geschlagen. Mit seinen Angriffen zielt das russische Militär nach eigenen Angaben vor allem auf die Infrastruktur der Terroristen, um deren Widerstandmöglichkeit gegen die syrischen Regierungstruppen zu beschneiden. Und tatsächlich konnte die Armee von Präsident Baschar al-Assad, die seit Jahren gegen den IS und andere Terrorgruppen kämpft, am Mittwoch in den Provinzen Hama und Idlib eine große Offensive starten.

    Mit Präzisionswaffen aus großer Höhe

    Russlands Schläge auf IS
    © AP Photo / Russian Defense Ministry Press Service

    Nach eigenen Angaben jagt Russland die Terroristen in Syrien mit mehr als 50 russischen Flugzeugen und Hubschraubern. Den Kern der Angriffsgruppe bilden modernisierte Jagdbomber Su-24M und Su-25 sowie Mehrzweckjets Su-34. Sie greifen die Terrorinfrastruktur aus mehr als 5.000 Metern Höhe mit Präzisionswaffen an und bleiben dabei selber für die Luftabwehrwaffen des IS unerreichbar. Nur bei Start und Landung könnte für die russischen Jets Abschussgefahr bestehen. Deshalb wird ihr Stützpunkt im syrischen Hmeimim mit Kampfhubschraubern vom Typ Mi-24 und Mi-8 bewacht.

    © Ruptly .
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    Angriffe aus 1.500 km Distanz

    Am 7. Oktober machten Angriffe der russischen Kriegsmarine in Syrien Schlagzeilen. Mit 26 Marschflugkörpern bekämpften russische Schiffe vom Kaspischen Meer aus elf Ziele, die in einer Entfernung von 1.500 Kilometern gelegen haben. Verteidigungsminister Sergei Schoigu berichtete Präsident Wladimir Putin, dass alle Ziele getroffen worden seien, zivile Opfer habe es nicht gegeben. Bei dem Angriff kamen neue Kaliber-Marschflugkörper zum Einsatz.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Su-34, Mi-8, Mi-24, Su-25, Su-24, Idlib, Hama, Al-Raqqa, Palmyra, Kaspisches Meer, Syrien, Russland