08:46 29 Januar 2020
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    Russland will laut Nato-Botschafter Alexander Gruschko das militärische Gleichgewicht bewahren, strebt dabei jedoch kein neues Wettrüsten an.

    „Die Nato-Generäle schlagen Alarm“, sagte Gruschko am Freitag auf einer Videokonferenz der Medienholding "Rossija Segodnja". Dabei verwies er an das Statement des US-Luftwaffenchefs, dass die Verstärkung der russischen Luftabwehr in Kaliningrad und auf der Krim die Potenzen der USA und der Nato beschneide. „Eine seltsame Fragestellung“, kommentierte Gruschko. „Ich kann mir nur schwer einen russischen General vorstellen, der sich besorgt über die Verteidigung von Texas oder Kalifornien zeigen würde.“

    Gruschko kritisierte ferner die Aufstockung der militärischen Präsenz der Nato im Baltikum. Das gefährde die Sicherheit und könnte dafür sprechen, dass die USA und die Nato einer militärische Überlegenheit anstrebten. „Unter diesen Umständen tun wir alles Notwendige, um das militärische Gleichgewicht in dieser Region aufrechtzuerhalten. Aber wir wollen kein neues Wettrüsten und keinen neuen Kalten Krieg.“ Dennoch würde Russland auf alle Versuche der Nato, die Kräftebalance zu zerstören, mit Gegenmaßnahmen reagieren.

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    Tags:
    NATO, Alexander Gruschko, USA, Krim, Russland