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17:01 21 September 2019
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    Situation in Syrien

    Russlands Syrien-Einsatz: Saudi-Arabien plant neue Waffenlieferung an Opposition

    © REUTERS / Bassam Khabieh
    Politik
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    Angesichts des russischen Militäreinsatzes in Syrien will Saudi-Arabien drei Oppositionsgruppierungen in diesem Land mit zusätzlichen Waffen unterstützen, berichtet BBC News unter Berufung auf eigene Quellen in der saudi-arabischen Regierung.

    Dabei handelt es sich um Anti-Panzer-Waffen, mit denen die Gruppierungen „Armee der Eroberung“ und „Südfront“ sowie die Freie Syrische Armee rechnen dürften, die gegen die Truppen des Präsidenten Baschar al-Assad kämpfen. Dabei schließt Riad auch die Lieferung von Boden-Luft-Raketen an die Rebellen nicht aus. (Dagegen treten allerdings die meisten westlichen Länder auf.)

    Laut den Quellen hat Saudi-Arabien nicht vor, dem so genannten Islamischen Staat (IS) und der Al-Nusra-Front zu helfen.

    Riad behauptet, Russland würde in Syrien nicht IS-Stellungen, sondern die Oppositionskräfte angreifen und dadurch dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad den Rücken stärken.

    Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, nannte diese Behauptungen in einem Pressegespräch am 8. Oktober „einen Mythos“. „Man beruft sich dabei auf Quellen, die nicht genannt werden, auf Quellen in den Behörden westlicher Länder. Ich muss abermals sagen: Das (russische) Verteidigungsministerium stellt ausführliche Informationen über den Verlauf des Militäreinsatzes, über die Ziele, die getroffen werden, zur Verfügung“, so Sacharowa.

    Am 2. Oktober hatten die USA und ihre Verbündeten (Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Türkei, Katar und Saudi-Arabien) Russland aufgefordert, die Luftschläge gegen die syrische Opposition einzustellen. Vertreter dieser Länder warnten, dass Moskaus Aktivitäten „eine weitere Eskalation des Konflikts“ und einen Ausbruch des Extremismus in Syrien provozieren könnten.

    Seit 30. September fliegt Russlands Luftwaffe Angriffe gegen Stellungen des Islamischen Staates in Syrien. Seit 7. Oktober wird sie von der Kaspischen Flottille mit Marschflugkörpern unterstützt.

    Im türkischen Luftraum wurden seitdem zwei Mal russische Flugzeuge geortet. Moskau behauptet, das seien „Zufälle“ gewesen, aber die Nato bzw. Ankara glauben nicht daran.

    Der Islamische Staat und die Al-Nusra-Front sind terroristische Organisationen, die in vielen Ländern, darunter in Russland, verboten sind.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Waffen, Opposition, Baschar al-Assad, Syrien, Russland