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16:31 22 Oktober 2019
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    Russischer Luftwaffenverband  auf dem Flugplatz Hmeimim in Syrien

    Putin schließt russische Bodenoffensive in Syrien aus

    © Sputnik / Dmitriy Vinogradov
    Politik
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    Russland vs. Islamischer Staat (888)
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    Präsident Wladimir Putin hat einen Einsatz russischer Landtruppen in Syrien völlig ausgeschlossen. Die russischen Luftangriffe auf die IS-Terroristen in Syrien werden ihm zufolge so lange dauern, bis die syrischen Regierungstruppen ihre Offensive abgeschlossen haben.

    Die russische Luftwaffe, die seit mehr als einer Woche den IS in Syrien bombardiert, operiere „nicht aus dem Stegreif“, sagte Putin in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview für das russische Fernsehen. Vor Beginn der Angriffe habe das russische Militär die anzugreifenden Ziele mithilfe der Luft- und Weltraumaufklärung ausgemacht. Zudem habe Russland noch vor Beginn der Operation seine westlichen Partner darüber im Voraus in Kenntnis gesetzt. „Auch wenn jemand sagt nun, wir hätten das zu spät getan: Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass wir (von den Partnern — Red.) überhaupt nie über die Planung solcher Operationen in Kenntnis gesetzt werden.“

    Laut Putin werden russische Angriffe in Syrien nicht länger als die Offensive der syrischen Armee dauern. „Wir übernehmen keine überflüssigen Verpflichtungen“, sagte der Kreml-Chef. „Die aktive Phase unseres Syrien-Einsatzes wird auf die Dauer der Offensive der syrischen Armee beschränkt sein.“

    Russland fliegt seit der vergangenen Woche auf Bitte der syrischen Regierung Angriffe gegen den IS, der in den letzten Jahren weite Teile Syriens erobert hat. Russische Jets haben laut Angaben aus Moskau bereits mehrerere Hundert Ziele zerbombt und Hunderte Dschihadisten getötet. Nach der Einschätzung der syrischen Regierung haben russische Bomben schon in den ersten Tagen mindestens 40 Prozent der IS-Infrastruktur zerstört. Am 7. Oktober machten Angriffe der russischen Kriegsmarine in Syrien Schlagzeilen: Mit 26 Marschflugkörpern bekämpften russische Schiffe vom Kaspischen Meer aus elf Ziele, die in einer Entfernung von 1.500 Kilometern gelegen haben.

    Mit seinen Angriffen zielt das russische Militär nach eigenen Angaben vor allem auf die Infrastruktur der Terroristen, um deren Widerstandmöglichkeit gegen die syrischen Regierungstruppen zu beschneiden. Und tatsächlich konnte die Armee von Präsident Baschar al-Assad, die seit Jahren gegen den IS und andere Terrorgruppen kämpft, am Mittwoch in den Provinzen Hama und Idlib eine große Offensive starten und mehrere Ortschaften von den Terroristen befreien.

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