03:22 23 Januar 2018
SNA Radio
    Edward Snowden

    Clinton: Snowden sollte nicht in die USA zurückkehren

    © AFP 2018/ Glen Capman
    Politik
    Zum Kurzlink
    US-Abhörskandal (486)
    0 952

    Whistleblower Edward Snowden sollte nach Ansicht der Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton nicht in die USA zurückkehren.

    „Er hat Gesetze der Vereinigten Staaten verletzt. Er hat wichtige Informationen gestohlen. Ich denke nicht, dass er zurückgeholt werden soll“, sagte sie am Dienstagabend bei einer Debatte der Demokratischen Partei.

    Mehr zum Thema: Präsidentenwahl in USA (2016)

    Ihr Hauptrivale in der Demokratischen Partei im Vorfeld der Präsidentenwahlen, Bernie Sanders, meinte seinerseits, Snowdens Enthüllungen hätten eine „aufklärerische Rolle“ gespielt. Er kritisierte die von Snowden aufgedeckten Spähprogramme und versprach, diese im Falle seiner Wahl zum Präsidenten zu schließen. Zugleich vertrat er die Ansicht, dass all das die US-Justiz nicht daran hindern soll, Snowden zu verurteilen.

    Im Juni 2013 hatte Snowden eine Reihe von Geheimdokumenten der Geheimdienste der USA und Großbritanniens über deren Überwachungsprogramme an die Zeitungen „Washington Post“ und „The Guardian“ übergeben. Er flüchtete über Hongkong nach Moskau, wo ihm zunächst für ein Jahr Asyl gewährt wurde – unter der Voraussetzung, dass er seine gegen die USA gerichteten Aktivitäten einstellt.

    Am 1. August 2014 erhielt Snowden eine dreijährige Aufenthaltsgenehmigung in Russland, die ihm die Möglichkeit bietet, nicht nur durch Russland, sondern auch ins Ausland zu reisen.

    Themen:
    US-Abhörskandal (486)

    Zum Thema:

    Snowden zu Clintons Mails: Beim Senden aus dem Badezimmer bleiben sie nicht geheim
    Assange: Asyl in Russland war für Snowden richtige Wahl
    Anwalt: USA verfolgen Snowden, statt eigene Fehler zuzugeben
    USA ignorieren mit Ablehnung von Snowdens Begnadigung erneut das Völkerrecht - Anwalt
    Tags:
    Bernie Sanders, Hillary Clinton, Edward Snowden, USA