15:11 10 Dezember 2019
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    Migrantenproblem in Europa

    Deutsche Polizeigewerkschaft will mit Grenzzaun die „Notbremse ziehen“ – Medien

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    Die Ordnung in Deutschland ist in Gefahr, das Land steht vor sozialen Unruhen. Deshalb sollte ein neuer Zaun an der deutschen Grenze gebaut werden, sagte Gewerkschaftschef Rainer Wendt der „Welt am Sonntag“.

    „Wenn wir ernst gemeinte Grenzkontrollen durchführen wollen, müssen wir einen Zaun entlang der deutschen Grenze bauen. Ich bin dafür, dass wir das machen", betonte er.

    Ein solcher Zaun sollte eine Kettenreaktion auslösen: „Wenn wir auf diese Weise unsere Grenzen schließen, wird auch Österreich die Grenze zu Slowenien schließen, genau diesen Effekt brauchen wir”, erklärte Wendt.

    Flüchtlinge
    © AP Photo / Muhammed Muheisen
    Das Signal „Kommt alle her“ könne nicht mehr länger gesendet werden. „Unsere innere Ordnung ist in Gefahr. Wir stehen vor sozialen Unruhen. Jemand muss jetzt die Notbremse ziehen“, warnte er.

    Diese Notbremse könne nur die Bundeskanzlerin Angela Merkel ziehen, der „Welt“ zufolge sei sie jedoch nicht gewillt, jemanden an der deutschen Grenze abzuweisen. „Dort, wo die Flüchtlinge herkommen, muss auch die Steuerung und Ordnung herkommen", sagte die Kanzlerin am vergangenen Freitag.

    Seit Anfang 2015 sind mehr als 500.000 Flüchtlinge in Deutschland eingetroffen. Experten schätzen die Ausgaben der deutschen Steuerzahler für die Unterbringung der Migranten auf etwa elf Milliarden Euro. Dabei zeigen sich immer mehr Bürger mit der Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin unzufrieden.

    Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel Flüchtlinge aus Ungarn seit dem 5. September unregistriert nach Deutschland reisen ließ, hat sich der Anstieg der Flüchtlingszahlen noch deutlich beschleunigt.

    Anfang Oktober hatte die „Bild“-Zeitung berichtet, dass die deutschen Behörden mit 1,5 Millionen Flüchtlingen rechnen. Allein von Oktober bis Dezember würden voraussichtlich bis zu 920 000 weitere Asylbewerber nach Deutschland kommen, schrieb das Blatt unter Berufung auf eine „vertrauliche interne Prognose“ von nicht näher genannten Behörden.

    Nach Angaben der EU-Grenzschutzbehörde Frontex sind in den ersten neun Monaten dieses Jahres mehr als 710.000 Flüchtlinge in die EU eingereist.

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    Tags:
    Migranten, Migrationspolitik, Deutsche Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, Angela Merkel, Österreich, Deutschland