20:55 26 Oktober 2020
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    Nach ersten Hochrechnungen für Parlamentswahl in der Schweiz steuern die Rechtsparteien, die unter anderem für die Verschärfung der Migrationspolitik auftreten, auf einen großen Erfolg zu. Das kann die Regierungszusammensetzung im Land künftig verändern.

    Die rechtsnationale Schweizerische Volkspartei (SVP), die vor der Wahl 54 der 200 Sitze im Nationalrat, der großen Kammer des Parlaments, hatte, kann nach den ersten Hochrechnungen ihre Position als stärkste politische Kraft im Land um 11 Sitze ausbauen. Grund dafür ist deren Aufruf zur Verschärfung der Flüchtlingspolitik des Landes. In der Regierung wird die Partei von dem Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, Ueli Maurer, vertreten.

    Die rechtsliberale FDP gewann drei weitere Mandate und ist nun mit 33 Abgeordneten im Nationalrat vertreten. Vor der Wahl verfügte die Partei über insgesamt 30 Sitze im Nationalrat. Ihre Vertreter in der Regierung des Landes sind der Bundespräsident der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Didier Burkhalter, und Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung, Johann Niklaus Schneider-Ammann.

    Experten zufolge wird der Rechtsruck der Eidgenossen die politische Situation in der Schweiz kaum markant verändern, er könne aber Reformen in den Bereichen Steuern, Energie und Soziales sowie die Migrationspolitik stark beeinflussen und das Gleichgewicht der Kräfte in der Regierung des Landes verändern.

    Die neue Regierung, der Bundesrat, wird vom erneuerten Parlament am 9. Dezember gewählt. Die Endergebnisse der Parlamentswahlen in der Schweiz werden am Montag bekannt gegeben.

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    Tags:
    Parlamentswahl, FDP, Schweizerische Volkspartei (SVP), Schweiz