16:34 15 August 2020
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    Russlands Militärkampagne in Syrien und der Territorialstreit im Südchinesischen Meer, wo die Interessen der USA und Chinas aufeinander kollidieren, lassen die Spitzenposition Amerikas in der Welt fraglich erscheinen, wie das Magazin „The Economist“ in der jüngsten Ausgabe schreibt.

    Die USA haben die letzten 25 Jahre allein in der Großmachtpolitik geherrscht, so das Blatt. Heute werden sie zunehmend mit Herausforderungen konfrontiert. Der russische Präsident wolle zeigen, dass man Russland, im Unterschied zu Amerika, vertrauen kann, dass es im Nahen Osten etwas managen, langfristige Beziehungen mit Ländern der Region herstellen und entschieden handeln kann sowie über Elitetruppen und Marschflugkörper verfügt.

    Die absolute globale USA-Herrschaft wurde nach dem UdSSR-Zerfall als eine Norm angesehen. Diese globale Herrschaft habe aber diese Dimensionen nur deshalb erreicht, weil sich Russland von den Schlägen noch nicht erholt und China erst damit begonnen hat, Chaos und Mühsal zu überwinden, von denen es im 20. Jahrhundert geschwächt wurde, schreibt „The Economist“.

    In seiner Außenpolitik habe sich Amerika der neuen Welt mit ihren zahlreichen Streitigkeiten noch nicht angepasst. Die letzten drei US-Präsidenten haben sich in ihrer Außenpolitik hauptsächlich mit dem Export der amerikanischen Werte befasst – die Länder aber, in die dieser Export ging, empfanden dies aber als ein Aufdrängen dieser Werte. Als Folge habe Obama erstmals seit den 1970erjahren Russland die Initiative in dieser Region überlassen.

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    Tags:
    Barack Obama, Syrien, Russland, USA