12:58 05 Juni 2020
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    Die rumänische Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen den früheren Staatspräsidenten Ion Iliescu eingeleitet. Ihm werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.

    Iliescu muss sich wegen einer „Strafexpedition“ rumänischer Bergarbeiter im Juni 1990 verantworten. Er soll damals die Bergarbeiter nach Bukarest geholt und angewiesen haben, gewaltsam gegen Demonstranten vorzugehen, die seinen Sturz forderten.

    Wie die Generalstaatsanwaltschaft in Bukarest am Mittwoch mitteilte, wird Iliescu verdächtigt, im Juni 1990 als Staatspräsident für Gewalt gegen Regierungsgegner und damit für den Tod von vier Rumänen mitverantwortlich zu sein.

    „Herr Iliescu wurde über den Anfang des Gerichtsprozesses informiert“, meldet France Press mit Hinweis auf einen Sprecher der Staatsanwaltschaft.

    Iliescu war bereits 2005 angeklagt worden, zwei Jahre später wurde die Anklage jedoch fallengelassen. Damals hatte Iliescu erklärt, er habe sich "nichts vorzuwerfen". Nachdem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte Bukarest im vergangenen Jahr wegen einer "lücken- und mangelhaften" Ermittlung verurteilt hatte, entschied die rumänische Staatsanwaltschaft, den Fall neu aufzurollen.

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    Tags:
    Gericht, Gewalt, Menschenrechte, Bukarest, Rumänien