11:00 16 Dezember 2018
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    Polizei an der türkisch-syrischen Grenze

    Türkei verschärft Grenzkontrolle - Zustrom neuer IS-Kämpfer gestoppt

    © REUTERS / Murad Sezer
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    Kampf gegen den IS (813)
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    Da die Türkei die Grenzkontrolle und die Sicherheitsmaßnahmen verschärft hat, ist der Zustrom neuer Mitglieder zum IS ins Stocken geraten.

    Der IS, der wegen der Operation Russlands in Syrien und wegen der Kontrollverschärfung an der türkisch-syrischen Grenze große Verluste hinnehmen muss, ist nicht mehr in der Lage, den Beitritt neuer Mitglieder zum IS so zu gewährleisten, wie es früher war.

    Nach Angaben, die  Sputnik von informierten Quellen im Sicherheitsdienst und in der Grenzkontrollstelle der Türkei bekommen hat, wurde der Zustrom neuer Mitglieder zum IS wegen der Sicherheitsverschärfung an den Grenzkontrollpunkten der türkisch-syrischen Grenze fast völlig gestoppt. Wie mitgeteilt wurde, strömten neue IS-Kämpfer meistens über die Grenzkontrollpunkte Karkamysch in Gaziantep und Elbeili in Kilis. Solange Tel-Abjad vom IS kontrolliert wurde, strömten die Dschichadisten über den Ort Akcakala in der Provinz Schanlyurfa nach Syrien.

    Zuvor hatte der Abgeordnete der Demokratischen Partei der Völker von Gaziantep Mahmut Togrul in einem Interview mit Sputnik mitgeteilt, dass sich etwa 16 000 Menschen vom Territorium Gaziantep aus dem IS angeschlossen hätten. Die USA und die EU-Länder forderten von der Türkei,  die Kontrolle in den grenznahen Territorien zu verschärfen.

    Im Zusammenhang damit ergriffen die Sicherheitskräfte und die Streitkräfte der Türkei zusätzliche Maßnahmen zur Verhinderung des Eindringens von IS-Kämpfern aus der Türkei nach Syrien, indem sie die Kontrolle über die möglichen Übergangswege der Dschihadisten wesentlich verschärften. Gleichzeitig wurden das Kontrollsystem und die Durchsuchung der Fluggäste, insbesondere der Ausländer, an den Flughäfen, Bus- und Bahnhöfen in den großen Städten, in erster Linie in Gaziantep und in Kilis, verschärft. Seit Januar dieses Jahres wurden in der Türkei rund 3000 Menschen aufgehalten, die dem IS beizutreten versuchten. Einige davon wurden festgenommen und die anderen ausgewiesen. Dank der Sicherheitsverschärfung wurde der Zustrom von Dschihadisten aus der Türkei nach Syrien fast völlig gestoppt.

    Nach bestehenden Angaben können die Kämpfer, die aus der Türkei und anderen Ländern kommen, um dem IS beizutreten, nicht in ihre Heimat zurückkehren, weil die Sicherheitskräfte der Länder, woher die Terroristen kommen, nach ihnen fahnden. Deswegen müssen sie sich in den IS-Zellen verstecken, die in der Türkei agieren.

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