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    Washington befreit IS-Geiseln im Irak - Bagdad nicht informiert

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    Die USA haben Bagdad nicht über den gemeinsamen Einsatz der US-Streitkräfte und der kurdischen Volksmilizen zur Befreiung von Geiseln der Terrormiliz „Islamischer Staat“ informiert, wie die Agentur Reuters unter Hinweis auf einen Sprecher der irakischen Militärbehörde berichtet.

    Am Vortag hatte das Pentagon mitgeteilt, dass das US-Militär und die kurdische Volkswehr im Norden des Irak etwa 70 Geiseln befreit hätten.     

    Dabei kam ein US-Soldat ums Leben, vier Kurden erlitten Verletzungen. 

    Laut dem Pentagon-Sprecher Peter Cook haben die USA dabei nur eine zusätzliche Rolle gespielt. Bei den befreiten Geiseln handele es sich um Araber.  

    Die Operation begründete das US-Verteidigungsministerium damit, dass der IS mit einer „Massenhinrichtung“ der Geiseln gedroht habe. 

    Dem irakischen Sprecher zufolge wollen sich irakische Militärs am Freitag mit Vertretern der von den USA geleiteten Koalition treffen, um Details der wichtigsten Operation gegen den IS in den vergangenen Monaten zu klären.   

    Die IS-Milizen gelten derzeit als die größte Gefahr für die globale Sicherheit. Im Laufe von drei Jahren konnten die Terroristen weite Territorien des Irak und Syriens unter ihre Kontrolle bringen. Zudem versuchen sie, ihren Einfluss auch auf Nordafrika, darunter auf Libyen, auszuweiten.

    Derzeit kontrolliert der IS etwa 90.000 Quadratkilometer Fläche, auf der ein Kalifat mit eigenen Gesetzen und eigenen Machtorganen ausgerufen wurde. Die Zahl der Extremisten wird inzwischen auf etwa 50.000 geschätzt. 

     

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    Terrormiliz Daesh, Anti-Terror-Kampf, Verteidigungsministerium des Irak, Reuters, Peter Cook, Irak, Syrien, USA