08:28 10 Dezember 2019
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    Angela Merkel beim Kongress der Europäischen Volkspartei EVP in Madrid

    Flüchtlingskrise: Merkel will EU-Außengrenzen schützen – Medien

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    Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Donnerstag erneut alle EU-Mitgliedsstaaten zur Teilnahme an der Aufnahme von Flüchtlingen aufgefordert, schreibt The Irish Times.

    Beim Kongress der Europäischen Volkspartei EVP in Madrid äußerte Merkel, dass die gegenwärtige Migrationskrise eine der größten Herausforderungen für Europa in den letzten Jahrzehnten sei. Die Kanzlerin hat auch die Idee der Zusammenarbeit der EU mit der Türkei unterstützt.

    „Jeder, der Europa betritt, hat das Recht darauf, wie ein Mensch behandelt zu werden! Wir haben die Grundrechte-Charta nicht dafür erfunden, dass wir Menschen von anderswo nicht menschlich behandeln“, sagte Merkel.

    Die EU dürfe aber auch Länder wie Jordanien, Libanon oder die Türkei bei der Aufnahme von Flüchtlingen nicht alleinlassen. Nach den Worten von Merkel muss die EU ihre Außengrenzen besser schützen. „Ich kann mir vorstellen, dass wir einen europäischen Grenzschutz aufbauen.“

    EU-Ratspräsident Donald Tusk bezieht eine harte Position in Bezug auf die Flüchtlinge, schreibt die Zeitung. Bei dem Kongress habe er erneut unterstrichen, dass Europa seine Außengrenzen schützen müsse.

    „Wir haben die Fähigkeit verloren, unsere Grenzen zu schützen.“ Der Zustrom von Flüchtlingen sei auch ein Zeichen von Schwäche in der EU. „Wir wollen den Migranten helfen, aber die EU-Bürger wollen sich auch sicher fühlen.“

    Die Position von Ungarns Premier Viktor Orban wurde von Menschenrechtlern kritisiert. Laut Orban können ausländische Kämpfer während der Flüchtlingskrise auf das Territorium der EU eindringen.

    „Dies ist eine Migrationsbewegung, der wirtschaftliche Migranten, Flüchtlinge und ausländische Kämpfer angehören. Wir haben es nicht allein mit einer Flüchtlingskrise zu tun“, sagte Orban.

    Am Sonntag treffen sich in Brüssel die Staats-und Regierungschefs der Staaten der  Balkanroute und der EU, darunter Österreich, Deutschland, Griechenland und Ungarn zu einer außerordentlichen Tagung zum Thema Migrationskrise.

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