12:59 11 Dezember 2019
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    Russlands Außenminister Sergej Lawrow

    Lawrow ruft zu Einhaltung des Status quo an heiligen Stätten auf

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    Politik
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    Russland spricht sich ausdrücklich für eine strikte Einhaltung der Vereinbarungen zwischen Israel und Jordanien über den Status der heiligen Stätten aus, wie der russische Außenminister Sergej Lawrow am Freitag, nach einem Treffen mit seinem jordanischen Amtskollegen Nasser Sami Judeh in Wien sagte.

    Diese Vereinbarungen seien im israelisch-jordanischen Friedensabkommen verankert.  Auch die historische Rolle Jordaniens in Bezug darauf, was den Status der heiligen Stätten betrifft, müsse ausnahmslos durch alle Seiten eingehalten werden.

    „Wir sind äußerst besorgt über die Zunahme der Spannungen in den palästinensisch-israelischen Beziehungen, besonders um die heiligen Stätten in Ostjerusalem.“ 

    Das seit mehreren Jahrzehnten ungelöste Palästina-Problem sei ein Faktor, der den Terroristen ermöglicht, Jugendliche zu rekrutieren, betonte Lawrow. 

    Im letzten Monat kamen bei 23 Angriffen, die von der israelischen Regierung als Terroranschläge eingestuft wurden, acht Israelis ums Leben, 70 weitere wurden verletzt. Unter den Palästinensern gab es im gleichen Zeitraum mehr als 30 Opfer. Die Hälfte davon wurde bei Angriffen auf israelische Bürger getötet.

    Lawrow und Kerry hatten am Freitag in der österreichischen Hauptstadt bei einem Vier-Augen-Gespräch die gegenwärtige Situation in Syrien besprochen. Danach schlossen sich ihre Amtskollegen aus Saudi-Arabien und der Türkei dem Gespräch an.    

    Am selben Tag soll in Wien auch ein Treffen des Nahost-Quartetts der internationalen Vermittler – Russlands, der USA, der EU und der UNO- stattfinden. 

     

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    Tags:
    Nahost-Quartett, Uno, EU, Nasser Sami Judeh, John Kerry, Sergej Lawrow, Jordanien, Türkei, Israel, Palästina, Österreich, USA, Russland