12:45 31 März 2020
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    Kiews Unfähigkeit, die zuvor gesetzten Ziele zu realisieren, einschließlich des Anti-Korruptionskampfes und der Reformierung im Land, hat Enttäuschung bei der Mehrheit der Ukrainer hervorgerufen. Sie meinen, dass ihr Land in die verkehrte Richtung steuert, schreibt Bloomberg.

    Abgesehen davon, dass nach dem Maidan-Putsch bereits zwei Jahre vergangen sind, stehen vor der Ukraine immernoch die gleichen Probleme, berichtet Bloomberg.

    „Die Popularität des ukrainischen Präsidenten sinkt vor den bevorstehenden Lokalwahlen rasant. Geschäftsleute und Wähler sprechen darüber, dass das Land in die falsche Richtung läuft. Alles muss andersrum sein,“ wird in dem Bloomberg-Bericht betont.

    Seit dem Machtwechsel in der Ukraine ist keine Entwicklung bei der Errichtung eines Staates nach dem europäischen Muster zu sehen, dabei bleibe der „Fluch“ der postsowjetischen Korruption erhalten.

    „Die Unfähigkeit, der Korruption einen heftigen Schlag zu versetzen, kann die Unterstützung schwächen, die den nach der Revolution  an die Macht gekommenen Leadern gewährt wird, und erschüttert das Vertrauen in die ukrainische Wirtschaft noch mehr, die dringend Investitionen braucht“, schreibt der Artikel-Autor. Er unterstreicht, dass heutzutage zwei Drittel der Ukrainer glauben, dass ihr Land in die verkehrte Richtung steuert.

    Die Misserfolge im Modernisierungsprozess in der Ukraine schwächen die Unterstützung der regierenden Koalition unter der Führung der Partei von Petro Poroschenko. Zum Glück für den ukrainischen Staatschef  hat sich die Opposition bereits in Populisten, Nationalisten und die Anhänger des alten Regimes gespalten, und finden die nächsten Wahlen nicht früher als im Jahr 2019 statt. So ein Zeitvorrat erlaubt es Poroschenko, die steigende Unzufriedenheit der kommerziellen Unternehmen abzublocken, die die Staatsbeamten der Verteidigung der Interessen ihrer Verbündeten unter den Unternehmen  und der Oligarchen beschuldigen.

    Laut Andrej Pawlitschenkow,  Chef eines Investmensfonds, sind keine Erfolge bei der Optimierung des Verwaltungsapparates zu sehen. Die Schwierigkeiten, die mit den feindlichen Übernahmen oder mit den aufdringlichen Kontrollen der Staatsanwaltschaft verbunden sind, gibt es immer noch.

    „Die Ukraine ist nicht besonders anziehend für  Investitionen, weil es da Probleme solcher Art gibt. Die Staatsbeamten haben keine Ahnung vom Verwalten und vom Regulieren und sind ausschließlich nur damit beschäftigt, was ihnen Schmiergeld verspricht. Dieses System will sich nicht ändern“, äußert der Experte.

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    Tags:
    Schmiergeld, Maidan, Korruption, Bloomberg, EU, Andrej Pawlitschenkow, Petro Poroschenko, Ukraine