18:01 18 November 2019
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    Österreichs Kanzler: „Leiser Zerfall der EU“ möglich

    © AFP 2019 / Georges Gobet
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    Migrationsproblem in Europa (1282)
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    Der österreichische Kanzler Werner Faymann hält die Flüchtlingskrise in Europa für eine große Gefahr für die EU. Sie könne gar zu einem Zerfall der EU führen, sagte der österreichische Staatschef Faymann im Interview gegenüber der Kronen-Zeitung am Samstag.

    "Jetzt geht es entweder um ein gemeinsames Europa oder um den leisen Zerfall der EU. Der eine Weg ist mühsam, schwierig und vermutlich langsam, doch der andere führt nur ins Chaos", sagte Faymann. 

    Die Sicherung der EU-Außengrenzen sei wichtig, aber es könne keine Alternative sein, dass jedes Land eine Mauer baue, meint der Kanzler.

    Migranten in Makedonien
    © AP Photo / Giannis Papanikos
    Zuvor hatte die Innenministerin Johanna Mikl-Leitner mitgeteilt, dass sich die Migranten selbst jetzt auch emotionaler vehalten würden. „Sie (Migranten – d. Red.)“ sind panisch“, fügte sie hinzu.

    „Man muss mit Gewalt rechnen und unsere Polizei wird mit Gegenmaßnahmen reagieren müssen", sagte die Innenministerin.

    Laut Johanna Mikl-Leitner kommen täglich rund 6500 Flüchtlinge nach Österreich, von denen nur 4500 weiter nach Deutschland gehen. Die Innenministerin unterstrich die Notwendigkeit, den Migrantenstrom an der EU-Grenze in Griechenland zu bremsen.

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    Migrationspolitik, Migranten, EU, Johanna Mikl-Leitner, Werner Faymann, Österreich