01:37 22 November 2019
SNA Radio
    Anti-Regierungs-Proteste in Montenegro

    Kreml: Erklärungen über Moskaus Rolle bei Protesten in Montenegro merkwürdig

    © REUTERS / Stevo Vasiljevic
    Politik
    Zum Kurzlink
    7772
    Abonnieren

    Die Erklärung des montenegrinischen Premierministers Milo Ðukanović über Russlands Beteiligung an den Protesten in seinem Land hängt mit der Gewohnheit zusammen, Russland zu dämonisieren, wie der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, äußerte. Der Kreml rechne aber damit, dass die Vernunft letzten Endes wieder die Oberhand gewinne.

    Zuvor hatte Ðukanović erklärt, dass serbische Nationalisten und Russland eine aktive Rolle bei der Veranstaltung von Anti-Regierungs-Protesten im Land, die auf einen Machwechsel zielten, spielten. Dies ist dem Interview von Ðukanović gegenüber dem kroatischen Sender HRT, das auf der Internet-Seite der Regierung Montenegros veröffentlicht wurde, zu entnehmen.

    „Ende letzter Woche gab es in der Tat solche Erklärungen, sie wurden in den Medien zitiert. Das sind aus unserer Sicht, wie aus ihrer auch, merkwürdige Erklärungen“, sagte Peskow.

    „Überall nach einem Teufel zu suchen und dabei Russland weiter zu dämonisieren ist eine bekannte Spielerei vieler Staaten. Wir rechnen aber damit, dass die Vernunft die Oberhand gewinnen und nüchterne Einschätzungen dominieren werden“, unterstrich Peskow.

    Mehrere von der Oppositionskoalition „Demokratische Front“ veranstaltete Anti-Regierung-Demonstrationen fanden im Balkanstaat Montenegro in den letzten Wochen statt. Bei den jüngsten Massenprotesten am Samstag setzte die Polizei gegen regierungskritische Demonstranten Tränengas und andere Zwangsmittel ein.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Wachsende prorussische Stimmungen auf dem Balkan für EU gefährlich - Medien
    Montenegros Nato-Beitritt: Opposition verlangt Referendum
    Nato öffnet Tür für Beitritt von Montenegro
    Tags:
    Demonstration, Proteste, Milo Ðukanović, Dmitri Peskow, Russland, Montenegro