11:12 20 September 2020
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    Die Wahlen in der Ukraine zeigen die Enttäuschung der Ukrainer über die möglichen Veränderungen und den Abgrund der von der Regierung nicht gelösten Probleme, schreibt die Washington Post.

    Zwei Jahre nach dem Maidan-Putsch gehen die Ukrainer vor dem Hintergrund einer allgemeinen Ermüdung wegen der äußerst schwachen Wirtschaft und der stockenden Reformen zu den Regionalwahlen, schreibt die US-Zeitung.

    Während im vergangenen Jahr das Hauptthema der Konflikt in der Ostukraine war, so beunruhigt jetzt die Menschen in den Wahllokalen in Kiew vor allem der Preisanstieg, die Abwertung der Nationalwährung und die Korruption, die noch problematischer geworden ist, als sie es früher war. Das Volk glaubt der Regierung nicht mehr, die versprochen hatte, die wichtigsten Reformen innerhalb kürzester Zeit durchzuführen, so die Zeitung.

    Die Unzufriedenheit wächst sogar unter den Aktivisten, die selbst den Maidan-Putsch initiiert haben.

    „Poroschenko und Jazenjuk unterstützen die korrumpierten Systeme und verschieben die Reformierung des Gerichtssystems“ immer wieder, zitiert die Washington Post Jegor Sobolew, den ehemaligen Aktivisten und aktuellen Vorsitzenden des Anti-Korruptionskommitees.

    Die Lokalwahlen fanden in der Ukraine am vergangenen Sonntag gemäß dem neuen Wahlgesetz statt. Die Regional-, Stadt- und Bezirksräte wurden laut einem proportionalen  System mit offenen Listen gewählt. Die Ergebnisse müssen bis zum 4. November ausgezählt und innerhalb der nächsten fünf Tage veröffentlicht werden.

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    Tags:
    Korruption, Wahlen, Maidan, Washington Post, Jegor Sobolew, Arsseni Jazenjuk, Petro Poroschenko, Ukraine