17:33 23 Juni 2017
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    Moskau: Lügen über zivile Opfer bei Syrien-Einsatz werden aus USA verbreitet

    © REUTERS/ Ministry of Defence of the Russian Federation
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    In Medien wird eine Lüge über Opfer unter der syrische Bevölkerung verbreitet, die angeblich durch russische Luftschläge getötet worden sind. Sie fand ihren Ursprung im Bericht der „Syrisch-Amerikanischen Medizingesellschaft“, die in Illinois registriert ist, wie der russische Armeesprecher, General Igor Konaschenkow, mitteilte.

    „Wir beobachten und analysieren solche Fakes. Zunächst einmal muss klargestellt werden, dass die Syrisch-Amerikanische Medizingesellschaft (SAMS), die im US-Bundesstaat Illinois registriert ist, sowohl mit Medizin als auch mit Ärzten genauso wenig zu tun hat, wie beispielsweise der Islamische Staat mit der internationalen Pfadfinderbewegung“, sagte Konaschenkow am Montag.

    Seit ihrer Gründung im Jahr 2012 sei diese Organisation vor allem auf die Veröffentlichung von „Augenzeugenberichten“ von Chemiewaffen-Angriffen gegen die syrische Opposition spezialisiert. Im Jahr 2013 hatten die USA die Armee Assads der Durchführung von Giftgasangriffen beschuldigt, die in der Region Ghuta stattgefunden hatten. Der Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama, hatte damals seinen Entschluss zu einem Militäreinsatz gegen die Armee Assads bekannt gegeben. Danach stellte sich jedoch heraus, dass die chemischen Kampfstoffe von Rebellen gegen die Regierungstruppen eingesetzt worden waren, und nicht umgekehrt.

    Der eigentliche Zweck solcher Strukturen sei aber, so der General, anonyme Fakes zu verbreiten und an vorbestimmte Medien weiterzuleiten. „Als sich jedoch herausstellte, dass all diese ‚Augenzeugenberichte‘ Lügenmärchen sind, ist diese Organisation ganz leise untergetaucht“, fügte er hinzu.

    „Bevor irgendein Objekt der Terroristen zerstört wird, wird die Information mehrere Tage und über mehrere Kanäle überprüft. Und nur wenn wir über das Ziel hundertprozentig sicher sind, führen die Luftstreitkräfte Schläge mit entsprechenden Präzisionswaffen gegen die IS-Infrastruktur durch“, betonte  Konaschenkow.

    Zuvor waren bereits mehrmals Berichte über zivile Opfer in Syrien erschienen, sogar noch vor Beginn der russischen Luftangriffe.

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    Tags:
    Opfer, Luftangriff, Syrien-Krise, Verteidigungsministerium Russlands, Igor Konaschenkow, Russland, USA, Syrien
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