05:16 15 November 2018
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    Experte: Westen macht Russland zum „Bad Guy“ und verbreitet selbst Chaos

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    Politik
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    Der Westen unter Leitung der USA strebt an, Russland die Rolle eines „Bad Guys“ zuzuschreiben und im Bewusstsein seiner Bürger das Bild des „sowjetischen Feindes“ wiederherzustellen, wie der Leiter des Französischen Zentrums für Aufklärungsforschungen, Eric Denécé, in einem Beitrag für die Zeitschrift „Atlantico“ schreibt.

    Dem Politologen zufolge ist die Einmischung Russlands in Syrien „ein Wendepunkt bei der Wiederherstellung der Ordnung im Nahen Osten“. 

    Syrien-Einsatz
    © REUTERS / Ministry of Defence of the Russian Federation
    Hierbei habe der Westen endgültig seine Fähigkeit verloren, aktuelles Geschehen real einzuschätzen. Nun sei eine „verantwortungslose und höchst egoistische Politik der USA der einzige Orientierungspunkt für europäische Länder“, so Denécé.

    Die USA versuchten, jene in ihre „Affären“ einzubeziehen, darunter die Revolutionen in Tunesien, Libyen, Ägypten, Syrien sowie der Ukraine.

    Wie der Politologe betonte, waren diese nicht „spontan“, sondern „ein Bestandteil der in den USA ausgearbeiteten Strategie“.

    © Ruptly .
    VIDEO: Russische Bomber starten vom Stützpunkt Hmeimim im syrischen Latakia

    Keine einzige Revolution sei erfolgreich beendet worden, noch habe sie den Erwartungen des Volkes entsprochen. 

    „Im Gegenteil – die Entstehung von pseudodemokratischen Bewegungen, die vom Westen so aktiv unterstützt werden und diese Doppelmoral ausnutzen, ist für die Länder selbst, ihre Bevölkerung und die Ideale der Demokratie selbst katastrophal“, schreibt der Autor überzeugt.   

    Nach dem Beginn des russischen Luftwaffeneinsatzes in Syrien übte der Westen sofort scharfe Kritik an Moskau und  warf ihm vor, statt der Stellungen des so genannten „Islamischen Staaten“ Positionen der Gruppierung „Jabhat al-Nusra“, bombardiert zu haben, eines Ablegers der Al-Qaida in Syrien, der von den Amerikanern unterstützt wird. 

    Dabei hätte der Westen keinerlei Beweise vorweisen können und seine „Argumente sind erlogen und grob“, betonte der Experte.   

    Unabhängig von dem Ausgang der Syrien-Krise „wird das Vertrauen gegenüber dem Westen, Europa und Frankreich für lange Zeit untergraben, während ihr politischer und wirtschaftlicher Einfluss merklich zurückgehen wird“, prognostiziert Denécé.

    In vielen Ländern gilt der Westen „nicht grundlos als Gefahr für Frieden und Stabilität, weil seine äußere Einmischung überall nur Chaos verbreitet“, schreibt der Politologe anschließend.

     

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    Tags:
    Atlantico, Eric Denécé, Naher Osten, Europa, Tunesien, Ägypten, Libyen, Syrien, USA, Russland, Ukraine