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18:08 20 Oktober 2019
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    Proteste in MontenegroProteste in Montenegro

    Moskau weist Vorwürfe über Verwicklung in Unruhen von Montenegro zurück

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    Das russische Außenministerium hat die Vorwürfe des montenegrinischen Premierministers Milo Ðukanović, dass Russlands angeblich die Proteste in der Balkanrepublik angeheizt hat, als unbegründet zurückgewiesen.

    Zuvor hatte Ðukanović erklärt, dass gerade Russland und serbische Nationalisten eine aktive Rolle bei den auf einen Machwechsel abgezielten Anti-Regierungs-Protesten gespielt haben. Ðukanović hat sich diesbezüglich in einem Interview für den kroatischen Sender HRT geäußert, das auf der Internet-Seite der Regierung Montenegros veröffentlicht wurde.

    „Die unbegründeten Vorwürfe des montenegrinischen Premierministers Milo Ðukanovic, dass Russland die Proteste in Podgorica provoziert und die Auseinandersetzungen der Opposition mit der Polizei gefördert habe, sind rätselhaft. Er hat bislang keinen einzigen Beweis für eine Beteiligung Russlands an dem Anheizen der sozialen Spannungen in Montenegro vorgelegen können, da es solche Beweise einfach nicht gibt“, heißt es in einer Mitteilung des russischen Außenamts am Dienstag.

    Das Ziel von Ðukanovic sei offensichtlich, sich von jeder Verantwortung für die sich ausweitenden Proteste in Montenegro freizusprechen, obwohl die eigentliche Ursache des Konflikts klar auf der Hand liege: Der Politiker missachte die Meinung des Großteils der montenegrinischen Gesellschaft, heißt es weiter.

    Es sei zu bezweifeln, dass  ein so lange regierender Staatsmann den Hintergrund der sich verschärfenden Situation im Land nicht begreife.

    „Natürlich versteht er alles. Zudem muss er auch mit Sicherheit wissen, wieso er diese absurden Behauptungen, dass nur ein Nato-Beitritt die Unabhängigkeit Montenegros sichern wird, ständig wiederholen muss“, betonte das russische Außenamt.

    Am Vorabend hatte der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, geäußert, dass der Kreml aber damit rechne, dass die Vernunft letzten Endes wieder die Oberhand gewinne.

    „Überall nach einem Teufel zu suchen und dabei Russland weiter zu dämonisieren ist ein bekanntes Spiel vieler Staaten. Wir rechnen aber damit, dass die Vernunft die Oberhand gewinnen und nüchterne Einschätzungen dominieren werden“, unterstrich Peskow.

    In den vergangenen Wochen fanden im Balkanstaat Montenegro mehrere von der Oppositionskoalition „Demokratische Front“ veranstaltete Anti-Regierungs-Demonstrationen  statt. Bei den jüngsten Massenprotesten am Samstag setzte die Polizei gegen regierungskritische Demonstranten Tränengas und andere Zwangsmittel ein.

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    Tags:
    Demonstration, Proteste, Außenministerium Russlands, Milo Ðukanović, Dmitri Peskow, Montenegro, Serbien, Russland