20:39 23 November 2020
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    Terrorgruppierung Islamischer Staat (498)
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    Der Terrormiliz Islamischer Staat ist es gelungen, die politische und interkonfessionelle Situation im Nahen Osten und in Nordafrika grundlegend zu verändern, sagte der Direktor des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, Alexander Bortnikow.

    „Mit der Hilfe moderner Propaganda-Technologien flößten sie vielen Muslimen Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen ein und verdrehten die traditionellen muslimischen Werte“, sagte Bortnikow.

    Dem FSB-Chef zufolge schafften es der Islamische Staat, Dschebhat an-Nusra und einige weitere Terrorgruppierungen, eine extremistische Ideologie zu popularisieren und viele junge Leute für ihre Ideen zu mobilisieren.

    „Für die Gefechtsausbildung von Neurekrutierten wurde ein weitverzweigtes Netz von Trainingslagern im Irak und in Syrien sowie den benachbarten Ländern geschaffen“, so Bortnikow weiter.

    Dem IS wären zudem Mitglieder und Chefs weiterer Terrororganisationen beigetreten, darunter viele afghanische Kämpfer, was das Risiko eines IS-Eindringens in Zentralasien rasant erhöhe.

    „Derzeit sind viele Taliban-Kämpfer an den nördlichen Grenzen Afghanistans konzentriert. Ein Teil davon tritt nun unter der Schirmherrschaft des Islamischen Staats auf, was das Risiko des Eindringens der Terroristen in Zentralasien erhöht“, sagte Bortnikow.

    Dem FSB-Chef zufolge gibt es bereits jetzt Vorfälle an den Grenzen von Russlands Regionalpartnern. Die Sicherheit der GUS-Staaten werde zudem durch Kämpfer bedroht, die aus den Konfliktgebieten im Nahen Osten und der afghanisch-pakistanischen Kampfzone zurückkehren.

    Vor diesem Hintergrund rief der FSB-Chef dazu auf, die Grenzen der GUS-Staaten, vor allem in Richtung Zentralasien, schnellstens zu festigen und die Fortbewegung von Terroristen im GUS-Raum und an dessen Grenzen stärker zu kontrollieren.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Terrorismus, Taliban, Terrorgruppierung Jabhat an-Nusra, Alexander Bortnikow, Irak, Nahost, Syrien, Russland