12:54 24 Juni 2019
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    Taliban-Kämpfer (Archivfoto)

    Pakistan schult Taliban-Milizen zum Kampf gegen Russland

    © REUTERS / Stringer
    Politik
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    Pakistans Ex-Präsident Pervez Musharraf hat zugegeben, dass sein Land Taliban-Extremisten zum Kampf gegen Russland geschickt hat und auch 13 andere Terrorgruppierungen, deren Tätigkeit gegen Indien gerichtet war, unterstützt hat.

    „Wir haben die Taliban-Kämpfer trainiert und sie zum Kampf gegen Russland geschickt. Taliban, Haqqani, Usama bin Laden, Al-Sawahiri waren damals unsere Helden. Zu Bösewichten wurden sie später“, sagte Musharraf.

    Dem Ex-Präsidenten zufolge hat sich Pakistan 1979 für die Unterstützung der „religiösen kämpferischen Einheiten“ eingesetzt. Der Ausdruck „religiöser Kampfgeist“ als solcher sei in seinem Land entstanden.

    „In den 90er Jahren begann der Kampf um die Unabhängigkeit Kaschmirs (umstrittene Region zwischen Indien und Pakistan)“, zitiert die Presseagentur Press Trust of India den Politiker. „Damals haben sich die Gruppierung Lashkar-e-Taiba sowie 11 bis 12 andere Extremistengruppen herausgebildet. Wir haben ihre Kämpfer unterstützt und geschult, weil sie für Kaschmir zum Preis ihrer Leben gekämpft haben“.

    Gleichzeitig hat Musharraf eingestanden, dass jetzt diese Kämpfer „gegen das eigene Volk in Pakistan kämpfen, und dass das gestoppt werden muss“.

    Pervez Musharraf war 1999 nach einem Umsturz in Pakistan an die Macht  gekommen. 1999-2002 hatte er den Posten des Premierministers des Landes bekleidet.

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    Tags:
    Terrorismus, Taliban, Haqqani, Osama Bin Laden, Pervez Musharraf, Indien, Russland, Pakistan