15:23 20 Oktober 2020
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    Russland Präsident Wladimir Putin hat die gegenwärtige Flüchtlingskrise in der EU auf die Billigung einer Militäroperation im Irak durch Brüssel zurückgeführt. „Diese Operation, gegen die nur Deutschland war, hat die Lage in der Region destabilisiert“, sagte Putin am Mittwoch in einem Gespräch mit Vizekanzler Sigmar Gabriel bei Moskau.

    „Danach wurde das Flüchtlingsproblem Realität… Heute, da die ganze Welt, vor allem die europäischen Länder, mit diesem Problem konfrontiert sind, wäre es angebracht, an die Position der Bundesregierung zu erinnern, die aktiv gegen die Militäroperation im Irak eintrat“, fuhr Putin fort.

    Die Operation habe zu einer Destabilisierung in benachbarten Ländern geführt. Die Bedrohung sei in ein reales Flüchtlingsproblem ausgeartet. „Unsere Position ist gut bekannt: Um das Problem zu lösen, sollte bei der Wiederherstellung der Staatlichkeit dort geholfen werden, wo es diese noch gibt. Man sollte zur Wiederherstellung staatlicher Strukturen beitragen… und den politischen Prozess zu allen strittigen Fragen fördern, darunter auch in Syrien.“

    Putin zufolge geht das Zusammenwirken zwischen Russland und Deutschland auf dem internationalen Schauplatz weiter, wenngleich nur zu ganz engen Themen. „Ich muss mit Bedauern feststellen, dass unser gegenseitiger Warenumsatz weiter einbricht. Dafür gibt es mehrere subjektive und objektive Gründe. Zugleich setzten Geschäftsleute auf beiden Seiten ihre Aktivitäten fort, die ihre Projekte aktiv realisieren, darunter auch langfristige groß angelegte Projekte“, sagte der russische Präsident.

     

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    Tags:
    Flüchtlingsproblem, Sigmar Gabriel, Wladimir Putin, Irak, Deutschland, Russland