20:32 17 Dezember 2017
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    Kurdischer Kämpfer im syrischen Kobani

    Türkei droht US-verbündeten syrischen Kurden mit Luftschlägen

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    Politik
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    Die Türkei wird „alles Nötige“ tun, um die Gründung einer Autonomie der von den USA unterstützten Kurden in der türkisch-syrischen Grenzstadt Tel Abjad zu verhindern, wie die Agentur Reuters den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zitiert.

    Erdogan, der zuvor klargemacht hatte, er wolle eine autonome kurdische Region im Norden Syriens nicht zulassen, schließe nun Reuters zufolge auch Luftschläge nicht aus.

    Für Ankara stelle die Erklärung der Kurden unter Leitung der syrisch-kurdischen Partei der Demokratischen Union (PYD) hinsichtlich der Autonomie Tel Abjad eine Gefahr für die nationale Sicherheit der Türkei dar. 

    Die Türkei nehme zurzeit im Rahmen der von den USA geführten Koalition an den Militäreinsätzen gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ in Syrien teil.

    Die Lage in der Türkei hatte sich nach dem am 20. Juli vom IS an der Grenze zu Syrien begangenen Terroranschlag und dem Mord an Polizisten in den südöstlichen Provinzen scharf zugespitzt.

    Die in der Türkei verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) übernahm die Verantwortung für diese Gewalttaten.    

    Insgesamt sind in den vergangenen drei Monaten den kurdischen Kämpfern mehr als 150 Polizisten, Militärs sowie Zivilisten zum Opfer gefallen. Die türkische Luftwaffe greift seit dem 24. Juli Stellungen der PKK in den südöstlichen Provinzen des Landes und im Norden des Irak an.

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    Tags:
    Kurdenpartei PYD, Terrormiliz Daesh, Anti-Terror-Kampf, Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Reuters, Recep Tayyip Erdogan, Türkei, Syrien, USA
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