10:27 11 Dezember 2017
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    Ukrainischer Präsident Petro Poroschenko mit US-Soldaten

    US-Heeresstabschef berät in Kiew über Zusammenarbeit – Kritik aus Donezk

    © Sputnik/ Nikolay Lazarenko
    Politik
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    Eine Militärdelegation der USA unter Leitung des Stabschefs der Landstreitkräfte, General Mark Milley, erörtert in Kiew Möglichkeiten für eine militärische Kooperation mit der Ukraine, wie das ukrainische Verteidigungsministerium am Donnerstag mitteilte.

    Die US-Delegation hält sich zu einem offiziellen Besuch in der Ukraine auf.

    Die Seiten haben aktuelle Sicherheitsfragen erörtert, weitere Richtungen und effektive Formen der militärischen Zusammenarbeit festgelegt und eine mögliche US-Hilfe im Hinblick auf die jetzige Situation im Osten der Ukraine besprochen, hieß es.

    Weitere Gesprächsthemen waren die aktuelle Situation und Prognosen für die Konfliktzone im Donbass.

    Das Oberhaupt der „Donezker Volksrepublik“, Alexander Sachartschenko, bezeichnete den Besuch der Militärdelegation der USA in der Ukraine als einen Versuch des Westens, sich auf dem ukrainischen Staatsgebiet zu behaupten. Wie Sachartschenko der Agentur Sputnik sagte, wird dies kaum zu einer Eskalation des Konflikts im Donbass führen.

    „Vor einem Jahr hatte jeder Besuch ranghoher US-Vertreter in Kiew mit einer Eskalation der Kampfhandlungen durch die ukrainischen Militärkräfte geendet. Heute hat sich die allgemeine politische Situation verändert. Im Westen hat sich anscheinend ein Konsens in Bezug auf die Minsker Abkommen abgezeichnet, und nicht nur Europa, sondern auch die USA bestehen auf ihrer Umsetzung“, so Sachartschenko.

    Die von Sachartschenko geleitete „Donezker Volksrepublik“ hatte nach dem nationalistischen Umsturz in Kiew 2014 ihre Unabhängigkeit erklärt. Daraufhin schickte die neue Kiewer Regierung Truppen gegen die abtrünnige Region und gegen die benachbarte Volksrepublik Lugansk. Bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und den örtlichen Bürgermilizen sind laut den jüngsten UN-Angaben mehr als 8000 Zivilisten ums Leben gekommen. Seit dem 1. September gilt im Kampfgebiet Waffenruhe. Ende September wurde ein Abkommen über den beiderseitigen Abzug der Waffen mit einem Kaliber von unter 100 mm und der Panzer von der Trennlinie signiert.

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