23:29 19 Juni 2019
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    Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew

    Medwedew: EU-Kommission will russisch-serbische Freihandelszone untergraben

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    Politik
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    Die Europäische Kommission fordert Serbien auf, das seit 15 Jahren geltende Freihandelsabkommen mit der Russischen Föderation aufzukündigen, sagte der russische Regierungschef Dmitri Medwedew am Freitag.

    „Über die Unmöglichkeit, zur selben Zeit an zwei Freihandelszonen teilzunehmen haben wir auch mit dem serbischen Premier Aleksandar Vucic gesprochen. Bei uns gilt zurzeit ein Freihandelsabkommen, das von den Regierungen Russlands und Jugoslawiens (am 28. 08. 2000) geschlossen worden war“, sagte Medwedew bei einer Sitzung der GUS-Regierungschefs.

    „Jetzt, wo Serbien sich auf den EU-Beitritt vorbereitet, fordert die EU-Kommission, auf diese Vereinbarung zu verzichten. Also ist unsere Besorgnis vollkommen berechtigt“, betonte der Regierungschef.

    Zuvor hatten der serbische Premierminister Aleksandar Vucic und sein russischer Amtskollege Dmitri Medwedew in Moskau eine Reihe von Dokumenten unterzeichnet, die die Zusammenarbeit der beiden Länder im wirtschaftlichen und militärischen Bereich stärken sollen. Vucic betonte dabei, dass Serbien seine aufrichtige und freundschaftliche Einstellung zur Russischen Föderation gezeigt und bewiesen habe und eines der wenigen europäischen Länder sei, das ungeachtet der zahlreichen Forderungen weltweit keine Sanktionen gegen Russland verhängt hat.

    Am Vorabend äußerte Russlands Präsident Wladimir Putin in einem Gespräch mit Vucic, dass der Umsatz im Warenverkehr zwischen Russland und Serbien besonders im Agrarbereich unerwartet hoch ausgefallen sei, und das trotz der schwierigen Lage auf dem Weltmarkt.

    „Ungeachtet aller Schwierigkeiten, denen die Weltwirtschaft ausgesetzt ist – bei uns läuft ja auch nicht alles ganz glatt – wächst der Warenverkehr mit Serbien, und er wächst ganz unerwartet. Die Lieferung von Agrarprodukten auf den russischen Markt stieg mit einem Mal um ganze 40 Prozent, das ist ein guter Wert!“, sagte der russische Staatschef.

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    Aleksandar Vučić, Freihandelszone, Freihandelsabkommen, EU, EU-Kommission, Dmitri Medwedew, Serbien, Russland