01:01 18 November 2018
SNA Radio
    Bürger fremder Staaten vor dem Gebäude  des russischen Migrationsdienstes

    Moskau schafft privilegierte Migration für Ukrainer ab – für Donbass weiter gültig

    © RIA Novosti . Maxim Blinow
    Politik
    Zum Kurzlink
    161785

    Russland schafft die vor dem Hintergrund des bewaffneten Konfliktes in der ukrainischen Bergbauregion Donbass eingeführten Vorzugsregeln für ukrainische Migranten ab, Präferenzen gelten nun nur noch für Flüchtlinge aus den Gebieten Donezk und Lugansk.

    Diese Vorzugsregeln waren seit 2014 bis zum 1. August 2015 gültig und betrafen den Aufenthalt und die Arbeitstätigkeit von Einwanderern.

    Unter anderem mussten die territorialen Migrationsbehörden den zeitweiligen Aufenthalt der Ukrainer reibungslos verlängern. Dafür musste man bei einer Filiale des Föderalen Migrationsdienstes nur den Pass und die Migrationskarte vorweisen.

    Von nun an können sich Ukrainer in Russland unter den allgemeingültigen Bedingungen aufhalten, d.h. höchstens 90 Tage innerhalb eines Zeitraumes von sechs Monaten. Für einen längeren Aufenthalt muss man entweder eine Arbeitsgenehmigung bekommen oder einen anderen passenden Status erwerben.

    Für die Bestimmung ihres Status haben Migranten ab dem 1. August dieses Jahres 90 Tage Zeit. 

    In diesem Zeitraum können sie Arbeitserlaubnisse beantragen, nach dem gleichen Prinzip wie Bürger anderer Länder der GUS, mit denen Russland visafreien Verkehr hat. 

    Zugleich sind die Sonderbedingungen für Ukrainer, die aus der Not heraus verstärkt aus der Donbass-Region nach Russland kommen, auch nach dem 1. August weiter gültig. Für sie ist in Russland eine soziale Unterstützung vorgesehen.

    Nach Angaben des russischen Migrationsdienstes weilen in Russland zurzeit rund 2,6 Millionen Ukrainer, darunter mehr als eine Million aus dem Donbass.

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Rotes Kreuz: Russlands Hilfe für ukrainische Flüchtlinge beeindruckend
    Uno dankt Russland für Unterstützung ukrainischer Flüchtlinge
    40 000 ukrainische Flüchtlinge weiterhin im russischen Gebiet Rostow
    Etwa 57 000 ukrainische Flüchtlinge in zeitweiligen Unterkünften in Russland untergebracht
    Tags:
    Migranten, Russlands Föderaler Migrationsdienst, Lugansk, Donezk, Ukraine, Russland