04:11 16 Dezember 2017
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    US-Präsident Barack Obama

    New York Times: Obamas Syrien-Strategie ist Improvisation

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    Kampf gegen den IS (813)
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    Nach „New York Times“-Angaben wirft die Entsendung von US-Spezialeinheiten zur Bekämpfung der Terrormiliz „Islamischer Staat“ nach Syrien viele Fragen nach der neuen Militärstrategie, den rechtlichen Grundlagen und den Erklärungsversuchen gegenüber der US-Gesellschaft auf.

    Obwohl US-Präsident Barack Obama viele Jahre lang einen Bodeneinsatz in Syrien abgelehnt hat, schickte er nun 50 Elitesoldaten in den Norden Syriens. Zusammen mit den 3500 Soldaten im Irak zeigt dieser Beschluss, dass Obama die Hände gebunden sind und er improvisieren muss.

    Obama habe diesen Beschluss getroffen, weil es dem Pentagon nicht gelungen sei, eine Armee der syrischen Opposition zur Bekämpfung des „Islamischen Staates“ in Syrien auszubilden. Daraufhin kooperierten die USA mit den Kurden.  Mit dem kleinen Kontingent solle getestet werden, ob es sich lohnen könne, weitere Einheiten nach Syrien zu schicken.

    Laut Experten handelt es sich nicht um eine neue Strategie, sondern nur um eine kleine Taktikänderung. Die Republikaner halten diesen Schritt für unbedeutend, der an der Lage in Syrien angesichts des russischen Militäreinsatzes nichts ändern werde. Einige Demokraten sind der Ansicht, dass Barack Obama die USA noch stärker in den Konflikt getrieben habe.

    Für US-Senator John McCain reichen die 50 Elitesoldaten nicht aus. Das entspreche nicht den Herausforderungen an die USA, so der US-Politiker. Der demokratische Senator Chris Murphy erklärte, die Entsendung der Sondereinheit nach Syrien bedeute eine große politische Änderung, die den USA mit einem endlosen Bürgerkrieg drohe.

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    Terrormiliz Daesh, Chris Murphy, John McCain, Barack Obama, USA, Syrien