22:43 17 Dezember 2017
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    Erhöhter Migrantenstrom in Norwegen – Russland warnt Bürger von Karelien vor Gefahr

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    Migrationsproblem in Europa (1281)
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    Etwa 8.800 Migranten sind im Oktober in Norwegen eingetroffen. Das sind 80 Prozent mehr als im September, meldet Reuters unter Berufung auf Norwegens Migrationsdienst. In dieser Situation warnt Russlands Inlandsgeheimdienst FSB in der Teilrepublik Karelien die Einwohner des Gebietes Petschengski an der Grenze zu Norwegen vor einer möglichen Gefahr.

    Im September waren 4.900 Flüchtlinge nach Norwegen gelangt, wobei die Einwohnerzahl des skandinavischen Landes 5,2 Millionen beträgt,  so Reuters unter Berufung auf  die norwegische Immigrationsbehörde.

    „Vor dem Hintergrund des großen Zustroms von Flüchtlingen aus dem Nahen Osten, die sich durch das Gebiet Petschengski begeben, sind mögliche Terroranschläge auf dem Territorium des Gebietes Petschengski, sowie Versuche eines illegalen Grenzübertritts nicht auszuschließen“, heißt es in einer auf der offiziellen Seite der Verwaltung dieses Gebietes veröffentlichten Mitteilung.

    Die Polizei bittet alle Einwohner äußerst aufmerksam zu sein und über verdächtige Personen, insbesondere Auswanderer aus dem Nord-Kaukasus die Polizei sofort zu informieren.

    Hunderte Migranten kommen im russischen Gebiet an der Grenze zu Norwegen an, um sich dann weiter in das skandinavische Königreich zu begeben und dort einen Asylantrag zu stellen. Derzeit befinden sich nach Angaben der örtlichen Administration etwa 500 Migranten im Gebiet Petschengski, die ihre Ausreise nach Norwegen erwarten. Laut norwegischen Behörden überquerte alleine in der vergangenen Woche eine Rekordzahl von Flüchtlingen, 176 Menschen, die russisch-norwegische Grenze auf der Suche nach Asyl.

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    Tags:
    Flüchtlingsproblem, Terroranschlag, Migranten, Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB), Nordkaukasus, Norwegen, Russland
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