16:36 21 November 2019
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    USA verlieren ihre Verbündete in Syrien

    „Washington Times“: USA verlieren immer mehr Verbündete in Syrien

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    Die USA riskieren, alle ihre Verbündeten in Syrien und im ganzen Nahen Osten zu verlieren, da Washingtons Außenpolitik die Widersprüche zwischen den verschiedenen geopolitischen Kräften in der Region nur verschärft. Dies berichtet die Zeitung „The Washington Times“.

    Die USA hätten sich im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat in der letzten Zeit auf die Unterstützung der syrischen kurdischen Partei der Demokratischen Union (PYD) verlassen. Die syrischen Kurden konnten bereits große Erfolge bei der Zurückeroberung von Gebieten der IS-Kämpfer und beim Schutz eigener Territorien im Norden des Landes verbuchen.

    Sie hätten zudem an der „heimlichen Vereinbarung“ festgehalten, nicht mit der syrischen Regierungsarmee zusammenzuarbeiten, und stattdessen zusammen mit der Freien Syrischen Armee IS-Stellungen angegriffen, heißt es in dem Artikel.

    Die Kooperation zwischen den USA und den syrischen Kurden könnte jedoch wegen der Türkei, die Nato-Mitglied und ebenfalls Verbündeter der USA ist, in Schwierigkeiten geraten, so „The Washington Times“. Denn die Regierung in Ankara betrachtet die Partei der Demokratischen Union als Teil der kurdischen Arbeiterpartei PKK, die in der Türkei und in einigen westlichen Ländern als Terrororganisation eingestuft wird.

    Ankara betrachtet den Zusammenschluss zwischen den Kurden an der türkisch-syrischen Grenze als Bedrohung für die eigene Sicherheit. Vor einigen Tagen drohte die Türkei mit Luftangriffen gegen Washingtons Verbündete, erinnert die Zeitung.

    Es sei eine Situation eingetreten, in der ein Nato-Mitglied mit Luftangriffen auf einen US-Verbündeten droht, der Washington im Anti-IS-Kampf in Syrien unterstützt, schließt „The Washington Times“.

    Es dürfe zudem nicht außer Acht gelassen werden, dass auch Russland eine Zusammenarbeit mit den syrischen Kurden anstrebt. Wenn es Moskau gelänge, die unter der Kontrolle der Demokratischen Union stehenden Gebiete zu schützen und dafür im Gegenzug Unterstützung für Assad zu bekommen, würden die USA einen weiteren Verbündeten in Syrien verlieren. In dem Fall hätte Washington noch weniger Einfluss auf die Situation in Syrien, schlussfolgert die Zeitung.

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte bereits Ende Oktober erklärt, sein Land werde „alles Notwendige“ unternehmen, um die Gründung einer Autonomie in der Grenzstadt Tel Abjad durch die von den USA unterstützten syrischen Kurden abzuwenden. Ihm zufolge könnten solche Maßnahmen auch Kampfeinsätze beinhalten.

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    Kurdenpartei PYD, Syrien-Krise, Syrien-Einsatz, Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Recep Tayyip Erdogan, Baschar al-Assad, Syrien, Türkei, Russland, USA