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06:21 16 Oktober 2019
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    Migranten in Schweden

    Schweden an Flüchtlinge: Bleibt besser in Deutschland

    © REUTERS / Drago Prvulovic
    Politik
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    Migrationsproblem in Europa (1282)
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    Für 2016 werden weitere drei Millionen Migranten in der EU erwartet, so die Nachrichtenagentur AP. Schweden ist jetzt schon an seine Grenzen gestoßen. Der schwedische Migrationsminister hat laut Spiegel-Online nun die Flüchtlinge aufgerufen, nach Deutschland, wo allein in diesem Jahr mit über einer Million Zuwanderern gerechnet wird, zurückzugehen.

    „Bleibt in Deutschland“, sagte Morgan Johansson laut Spiegel-Online. Mit diesem Aufruf will der schwedische Minister einen dämpfenden Effekt erreichen.

    „Wir haben die Grenze des Machbaren erreicht“, zitiert Spiegel-Online den Minister Johansson. Schweden habe nicht genug Flüchtlingsheime. Deswegen könnten Neuankömmlinge nur entweder nach Dänemark oder Deutschland zurückkehren oder sich selber eine Unterkunft suchen.

    "Wir befinden uns in einer sehr dramatischen Situation, die sich in den vergangenen Tagen noch verschlimmert hat", zitiert das schwedische Staatsfernsehen SVT Johansson.

    Dabei erwarteten die Experten in Brüssel AP zufolge bis 2017 keinerlei Abschwächung des Flüchtlingszustroms in die EU-Staaten. Vor diesem Hintergrund gehe die EU zunächst von einer Belastung für die Finanzhaushalte aller EU-Länder aus.

    Dem Minister zufolge nehme Schweden im Verhältnis zur Einwohnerzahl zu viele Migranten auf. Allein in diesem Jahr rechne das Land mit bis zu 190.000 Flüchtlingen. Deutschland jedoch erwarte viel mehr Migranten.

    Wenn man die Einwohnerzahl mitberücksichtigt, so gilt Schweden in der Tat als das aufnahmewilligste Ländern Europas. Letztes Jahr kamen 7,8 Asylanträge auf 1000 Einwohner. In Deutschland waren es 2,1 Anträge.

    Derzeit treffen in Schweden täglich bis zu 2000 neue Asylbewerber ein, so Spiegel-Online. Unter ihnen gebe es viele Menschen, die vorher in Deutschland in Zelten untergebracht gewesen waren und sich wegen der verschärften Aufnahmebedingungen in Deutschland für Schweden entschieden hätten, so die Zeitung unter Berufung auf Johansson. Gegenwärtig sollen sich laut der schwedischen Einwanderungsbehörde etwa 5000 Menschen in und um Rostock befinden, um nach Schweden weiterzureisen.

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