14:37 22 September 2018
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    Duma-Politiker: Abbruch der Beziehungen zu Moskau würde Kiew teuer zu stehen kommen

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    Politik
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    Laut dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma (russisches Unterhaus), Alexej Puschkow, würde der Abbruch der Beziehungen zu Russland der Ukraine teuer zu stehen kommen, und zwar teurer, als der Gewinnentfall beim Gastransit im Zusammenhang mit der Umsetzung des Nord-Stream-2-Projektes.

    Puschkow nahm auf seinem Twitter-Account Stellung zur Aussage des ukrainischen Premiers Arseni Jazenjuk, dem zufolge der Ukraine Gewinne in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar durch die Umsetzung des Nord-Stream-2-Projektes entgehen würden. „Doch die Hauptaufgabe Jazenjuks – der Abbruch der Beziehungen zu Russland – würde die Ukraine Dutzende Milliarden kosten“, so Puschkow.

    Zuvor hatte Jazenjuk die EU-Kommission und die Regierungschefs der Baltischen Länder aufgerufen, die Frage der Verlegung der Pipeline Nord Stream 2 ernstzunehmen. Laut dem ukrainischen Premier würde das gemeinsame Projekt des Konzerns Gazprom und westlicher Unternehmen die EU um ihre Energie-Unabhängigkeit bringen.

    Das Projekt Nord Stream 2 sieht den Bau von zwei zusätzlichen Gaspipelines vor, die von Russland nach Deutschland durch die Ostsee verlaufen und eine Jahreskapazität von insgesamt 55 Milliarden Kubikmeter haben sollen.
    Ein diesbezügliches Abkommen der Aktionäre der New European Pipeline AG, die die Bauarbeiten für die Gasleitung übernehmen soll, wurde am 4. September unterzeichnet.

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    Tags:
    Gazprom, EU, Arsseni Jazenjuk, Alexej Puschkow, Kiew, Russland, Ukraine