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01:17 18 Oktober 2019
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    Lech Walesa: EU hilft Syrien und Libyen nach Kriegsende beim Wiederaufbau

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    Migrationsproblem in Europa (1282)
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    Europa muss Flüchtlinge so lange aufnehmen, bis der Krieg in Syrien und Libyen beendet ist. Man muss aber alle Bedingungen für ihre Rückkehr in die Heimat schaffen, wie Polens Ex-Präsident und Friedensnobelpreisträger Lech Walesa in einem Interview gegenüber RIA Novosti sagte.

    Ihm zufolge gäben die EU-Länder „mit Freude" Geld dafür, dass Flüchtlinge aus dem Nahen Osten in ihren Ländern bleiben könnten und nicht nach Europa kämen.

    „Wenn jemand gezwungen ist, der Nase nach zu gehen — es gibt ja jetzt Hunderttausende solcher Menschen — so werden sie in ein paar Jahren auch ihre eigenen Schulen und Kirchen fordern. Europa muss begreifen, dass es Probleme geben wird“, so Walesa.

    „Sehen Sie sich wenigstens Berlin an – was kann man dort noch bauen? Wenn wir aber auf Syrien blicken — dort gibt es viel zu tun und viel zu errichten! Wir werden Geld für die Entwicklung, den wirtschaftlichen Wiederaufbau senden. Die Leute werden mehr verdienen als in Europa“, führte er weiter aus.

    Dies sei aber nur nach der Wiederherstellung von Frieden in dieser Region möglich. Sollten die Grenzen weiterhin weltweit geöffnet bleiben, würden Millionen Flüchtlinge Europa erstürmen, gab Walesa zu. 

    Die Zuwanderungskrise in Europa hat sich im Zusammenhang mit dem steigenden Einwanderungsstrom aus Nordafrika, dem Nahen Osten sowie aus Zentral- und Südasien zugespitzt. Die Zahl der Flüchtlinge aus Unruhegebieten des Nahen Osten und Nordafrikas steigt rasant.

    Allein bis zum September sind laut der EU-Grenzagentur Frontex rund 710.000 Flüchtlinge in die EU gekommen. Die EU-Kommission spricht schon jetzt von der schlimmsten Migrationskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. 

     

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    Tags:
    Migranten, Frontex, EU-Kommission, Lech Walesa, Naher Osten, Südasien, Zentralasien, Europa, Nordafrika, Polen, Libyen, Syrien