09:50 18 Dezember 2017
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    Steinmeier: Russland und USA setzen Hoffnungszeichen in Syrien-Frage

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    Politik
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    Die Teilnahme Russlands und der USA an der Beilegung der Syrien-Krise ist ein Hoffnungszeichen für die ganze Region, die fünf Jahre lang vom Krieg erschüttert wird, wie Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier am Dienstag zu Beginn des fünften Berliner Forums Außenpolitik sagte.

    Seit März 2011 dauert in Syrien ein bewaffneter Konflikt an, der nach UN-Angaben bisher mehr als 220.000 Menschenleben gefordert hat. Mehrere Millionen Syrer sind obdachlos geworden. Den Regierungstruppen stehen islamistische Terrormilizen gegenüber, die verschiedenen bewaffneten Gruppierungen angehören. 

    Die bedeutendsten dieser Gruppierungen sind die Terrororganisation Islamischer Staat, die am 29. Juni 2014 ein „islamisches Kalifat“ in den von ihr kontrollierten Gebieten ausgerufen hatte, sowie die Rebellengruppe Dschabhat al-Nusra. 2014 konnte der IS überraschend einige Teile des benachbarten Irak erobern. Darüber hinaus drängen die Dschihadisten, die in Syrien und dem Irak schätzungsweise insgesamt 90.000 Quadratkilometer kontrollieren, nach Libyen.

    Die von den USA geführte Koalition fliegt seit September 2014 Einsätze auf die IS-Stellungen in Syrien unter Umgehung des UN-Sicherheitsrates und ohne ihre Handlungen mit den örtlichen Behörden zu koordinieren. Russland hatte auf eine Bitte von Syriens Präsident Baschar Assad am 30. September des laufenden Jahres mit Luftschlägen gegen die IS-Stellungen begonnen.

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    Tags:
    Frank-Walter Steinmeier, Syrien, Berlin, USA, Russland
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