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08:46 14 Oktober 2019
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    Bloomberg: Der einsame Krieg des Pentagon gegen Russland und China

    © Sputnik / David B. Gleason
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    Ranghohe Beamte des Pentagon schlagen wegen der Erstarkung von Russland und China Alarm. Vor diesem Hintergrund haben sie die Notwendigkeit betont, sich auf einen möglichen Konflikt mit diesen Ländern in der Weltarena vorzubereiten, berichtet Bloomberg View.

    „Es gibt zwei Großmächte. Die aktuelle Situation ist ganz anders, wir hatten in den letzten 25 Jahren mit nichts Derartigem zu tun“, sagte der stellvertretende US-Verteidigungsminister Robert Work in Bezug auf „die Bedrohung“, die China und Russland langfristig darstellen würden.

    Work legt eine neue nationale Verteidigungsstrategie dar, „das dritte Gegengewicht“, wie er es nennt. Ihr liege eine neue Art und Weise der Kriegsführung zugrunde, die entwickelt wurde, um eine Konfrontation mit Russland und China nicht zu zulassen.

    Das Pentagon fordere vom Weißen Haus aktivere Maßnahmen gegen eine vermutliche Bedrohung seitens Russlands und Chinas, habe allerdings kein Recht, so zu handeln, wie es wolle. Das Weiße Haus gehe seinerseits bei der Frage des Einsatzes von Kriegsmitteln vorsichtig und häufig mit Verspätung vor.

    US-Verteidigungsminister Ashton Carter gelte als Anhänger von radikalen Schritten, die von anderen ranghohen US-Beamten nicht unterstützt werden. Carter trete offen für die Bereitstellung von letalen Waffen für die Ukraine auf. Gleichzeitig stehe er der Zusammenarbeit mit Moskau bei der Regelung der Syrien-Krise eher skeptisch gegenüber.

    Das Pentagon übe zudem von innen Zwang auf das Weiße Haus und das US-Außenministerium aus und versuche, sie zu überzeugen, aggressiver auf Chinas Errichtung von Militärobjekten auf den umstrittenen Spratly-Inseln im Südchinesischen Meer zu reagieren, so Bloomberg View.

    Letzte Woche hätte Carter erklärt, das Pentagon werde gewisse Schritte unternehmen, um der chinesischen und russischen „Aggression“ entgegenzuwirken. Der US-Verteidigungsminister äußere sich jedoch in der Regel wesentlich heftiger in Bezug auf die beiden Länder, als Vertreter des Weißen Hauses und des US-Außenministeriums das tun.

    Das bedeutet, dass die Pläne für die Verschärfung des außenpolitischen Kurses Washingtons unter der heutigen US-Regierung kaum realisierbar sind, schließt der Autor des Bloomberg-Artikels. Für Carter und seinen Vertreter gebe es daher wenig Hoffnung, bis die neue Präsidialverwaltung an die Macht komme.

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    Tags:
    Kalter Krieg, US-Außenministerium, Weißes Haus, Pentagon, Robert Work, Ashton Carter, China, Russland, USA