02:38 21 September 2018
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    Wrackteile des abgestürzten russischen Airbus A321 in Ägypten

    A321-Absturz: London hält Islamischen Staat für „wahrscheinlich verantwortlich“

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    A321-Absturz über Sinai (104)
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    Großbritannien hat entschieden, nach dem aus Londoner Sicht vermutlich vom IS verursachten Absturz der russischen Passagiermaschine A321 über dem Sinai die Maßnahmen der Flugsicherheit zu verschärfen, verlautete es aus der Kanzlei des britischen Premiers.

    „Die Regierung plant Veränderungen beim Thema Flugsicherheit nach der Katastrophe des Flugzeuges der russischen Fluglinie Metrojet in Ägypten. Wir sind der Ansicht, dass die Maschine durch einen Bombenanschlag zum Absturz gebracht wurde und dass dahinter mit großer Wahrscheinlichkeit die Terrorgruppierung Islamischer Staat steckt“, heißt es in der Mitteilung.

    Der britische Premier David Cameron ordnete an, unverzüglich sämtliche Sicherheitsmaßnahmen auf Flughäfen in der ganzen Welt zu bewerten. Sicherheitsexperten würden diese Arbeit innerhalb von zwei Monaten durchführen. In erster Linie würden, so die Premier-Kanzlei, Flughäfen im Nahen Osten und Nordafrika geprüft.

    Der Airbus A-321 der russischen Fluggesellschaft Kogalymavia (MetroJet) war am 31. Oktober im Norden der Sinai-Halbinsel abgestürzt. An Bord der Maschine, die auf dem Weg von Scharm el-Scheich nach St. Petersburg war, befanden sich 217 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder. Keiner der Insassen überlebte.

    Zuvor hatte eine Quelle aus der Ermittlerkommission vor verfrühten Schlussfolgerungen über die Ursachen des Absturzes von A321 gewarnt. Spekulationen, die von Massenmedien regelmäßig veröffentlicht würden, erschwerten nur die Arbeit der offiziellen Expertenkommission.

    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hatte ebenso erklärt, dass es bisher unmöglich sei, offiziell über Absturzursachen zu berichten. Dem Leiter der russischen Luftfahrtbehörde, Alexander Neradko, zufolge hätten die Ermittler noch nicht genügend Informationen, um klare Aussagen zu den Ursachen der Tragödie zu treffen.

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    Terrormiliz Daesh, Sicherheit, A321-Absturz, David Cameron, Sinai-Halbinsel, Ägypten, Großbritannien