02:14 26 Februar 2018
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    Experte: Kiew auf dem Weg zur US-Kolonie

    © AP Photo/ Efrem Lukatsky
    Politik
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    Trotz der sich verschärfenden wirtschaftlichen und politischen Krise in der Ukraine, trifft Kiew seine wichtigsten Entscheidungen weiter nur in Absprache mit US-Vertretern, berichtet das Magazin „The Nation“ unter Berufung auf den US-Politologen Stephen Cohen. So habe Kiew gute Chancen, eine „US-Kolonie“ zu werden.

    Dem ehemaligen Professor der Princeton Universität zufolge, der sich auf die Beziehungen zwischen den USA und Russland spezialisiert hat, drohe Washington dem Einsatz russischer Luftwaffen in Syrien entgegenzuwirken, anstatt sich mit Moskau im Anti-IS-Kampf zusammenzuschließen.

    Die USA würden Russland auch mit dem Militärmanöver „Trident Juncture“ (auf Deutsch „Trident Verband“) in der Nähe der russischen Außengrenzen provozieren.

    „Solche ‘Manöver’, wie die der NATO im Jahr 1983, sind mit Gefahren verbunden, von denen die New York Times am 10. November berichtete. Sie führten dazu, dass die sowjetische Regierung aus Angst vor einem US-Angriff die eigenen Atomkräfte in Alarmbereitschaft versetzte“, so Cohen gegenüber „The Nation“.

    Dem Experten zufolge habe Kiew immer mehr Chancen, eine „US-Kolonie“ zu werden, wobei die ukrainische Regierung und deren „Patronen“ in Washington die Möglichkeiten versäumt hätten, den indirekten Krieg zwischen Russland und den USA in der Ukraine mithilfe der Minsker Vereinbarungen zu beenden.

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    Tags:
    Krieg, Konfrontation, Minsker Abkommen, Trident Juncture 2015, Manöver, USA, Russland, Ukraine