22:22 21 Februar 2018
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    David Cameron bei G20-Gipfel in Türkei

    Cameron: Vorerst keine Angriffe in Syrien

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    Großbritannien wird laut Premierminister David Cameron keine Angriffe auf Terroristen in Syrien fliegen, solange kein umfassender Plan zur Beilegung des Konfliktes in dem vorderasiatischen Land existiert.

    Der Premier habe beim G20-Gipfel in der Türkei gesagt, dass es keine Luftangriffe auf Syrien geben werde, solange es keinen umfassenden Plan gebe, teilte Sun-Redakteur Tom Newton Dunn via Twitter mit.

    Am Rand des Gipfels der größten Industrie- und Schwellennationen traf sich Cameron am Montag auch mit Russlands Präsident Wladimir Putin. Nach der bilateralen Unterredung ließ der britische Premierminister wissen, man sei sich im Streit über die Zukunft von Syriens Staatschef Baschar al-Assad ein Stück näher gekommen. Außerdem kündigte Cameron an, Großbritannien werde mit Russland trotz Kontroversen bei aktuellen internationalen Problemen zusammenarbeiten und internationale Anstrengungen zur Bekämpfung der Finanzierung des Terrorismus unterstützen.

    Die französische Botschafterin in London Sylvie Bermann drückte die Hoffnung aus, dass Großbritannien bei der Operation gegen den „Islamischen Staat“ in Syrien mitmache. Frankreich würde eine britische Beteiligung begrüßen, wurde sie vom Sender ITV zitiert.

    In der französischen Hauptstadt waren bei einer Anschlagsserie am Freitag mehr als 130 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden. Zu der größten Terrorattacke in der Geschichte Frankreichs bekannte sich die Terrororganisation Islamischer Staat, die weite Gebiete Syriens und des Irak kontrolliert. Frankreich, Russland, die USA und andere Staaten fliegen Angriffe gegen die Dschihadisten.

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