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    Das beginnende Tauwetter zwischen Russland und den westlichen Ländern wirkt sich positiv auf die Einschätzung der russischen Aktiva durch ausländische Investoren aus, wie die Agentur Bloomberg berichtet.

    Angesichts der Annäherung zwischen Russland, Europa und den USA würden die Investoren die russischen Aktiva neu bewerten, so Bloomberg.

    Die Firma Swedbank Robur in Stockholm erwarb kürzlich Anteile an russischen Staatsunternehmen. NN Investment Partners in Den Haag kündigte an, dass sie ihre Bewertung in Bezug auf russische Aktiva revidiere, nachdem es auf dem G20-Gipfel zu einer Annäherung zwischen Russland und den USA im Kampf gegen den Terrorismus gekommen war.

    “Am Dienstag stieg der Preis der russischen Aktien und Obligationen weltweit wegen der Spekulationen, dass diese Annäherung zur Aufhebung der Russland-Sanktionen, die wegen der Ukraine-Krise verhängt worden waren, führen wird“, heißt es in dem Artikel.

    Nach Ansicht der Leiterin von Swedbank Robur, Jelena Lowen, betrachtet der Westen Russland nicht mehr als Hauptbösewicht, so wie das vor einem Jahr der Fall war. Das politische Risiko für russische Aktiva sinkt. Ausländer, die russische Aktiva hauptsächlich weit „unter dem Marktpreis“ einschätzen, kaufen jetzt russische "blaue Spielmarken“.

    Wenn Russland eine gemeinsame Sprache mit den USA findet, kann das die Stimmung der Investoren ändern, die bislang befürchteten, dass der Konflikt in der Ostukraine erneut aufflammen kann und die Sanktionen verlängert werden.

    Nach Angaben der Ratingagentur Standard und Poor's könnten der gelockerte Druck auf Moskau und die Aufhebung dazu führen, dass Russlands Bonität aufgewertet wird.

    "Ich habe wieder die Idee, etwas Geld in Russland anzulegen. Es gibt die große Wahrscheinlichkeit, dass Putin die Beziehungen mit dem Westen aus pragmatischen Gründen verbessern wird, und das wird sich auf den Wert der Aktiva auswirken", zeigte sich der Chefstratege von NN Investment Partners, Maarten-Jan Bakkum, überzeugt.

    Die westlichen Länder hatten seit März 2014 mehrmals Sanktionen gegen Russland wegen dessen Haltung zur Ukraine verhängt. Im März 2015 erweiterten die USA ihre Sanktionsliste gegen Moskau. Am 22. Juni verlängerten die EU-Außenminister in Luxemburg die Wirtschaftssanktionen bis zum 31. Januar 2016.

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    Tags:
    Sanktionen, G20-Gipfel in der Türkei, Swedbank Robur, Jelena Lowen, Russland