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14:25 12 November 2019
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    Anschlag auf Strommasten

    Donezker Parlamentschef: Blackout auf Krim ist Terroranschlag–die Welt muss reagieren

    © REUTERS / Stringer
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    Die Zukunftsentscheidung auf der Krim (420)
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    Der Vorsitzende des Obersten Rates der selbsterklärten Volksrepublik Donezk, Denis Puschilin, hat die Sprengung von Stromleitungen, die auf der Krim einen Blackout ausgelöst haben, als einen Terroranschlag eingestuft und die Weltgemeinschaft aufgefordert, auf den Vorfall mit Gebühr zu reagieren.

    Am Freitag waren im südukrainischen Gebiet Cherson die Stützen einer Starkstromleitung gesprengt worden, was einen Blackout auf der Krim herbeigeführt hatte. Auf der Krim wurde der Ausnahmezustand verhängt, ca. 1,6 Millionen Menschen haben keinen Strom.

    Die Befürworter einer Krim-Blockade lassen die Reparaturbrigaden nicht an die beschädigten Strommasten, an den die ukrainische und die Fahne der Krim-Tataren aus dem Jahr 1991 gehisst wurden.

    Krim-Chef Sergej Aksjonow bezeichnete den Vorfall bereits als Terroranschlag.

    „Da ist die Bezeichnung Terroranschlag völlig angebracht, denn das bedeutet mindestens Unannehmlichkeiten und im schlimmsten Fall Lebensgefahr für eine riesige Anzahl von Bürgern. Mehr noch: Im Moment erkennen wir an derartigen Handlungen die Versuche, Blockade-Mechanismen einzusetzen. Kurz zuvor hatten wir schon eine Lebensmittel-Blockade erlebt. Jetzt ist es eine Energie-Blockade“, sagte Puschilin in einem Interview für den Fernsehsender Rossija-24.

    Selbst wenn Kiew daran nicht direkt beteiligt sei und es sich um „radikal gestimmte Elemente der ukrainischen Gesellschaft“ handle, müssen die ukrainischen Behörden die Verantwortung tragen, so Puschilin weiter.

    „Da sollte man an die Weltgemeinschaft appellieren, damit sie die aktuellen Geschehnisse adäquat einstuft: Zum einen wurde ein Terroranschlag verübt, zum anderen verhindern radikale Elemente die Reparaturarbeiten, worunter Millionen von Krim-Bewohnern leiden“, fügte der Chef der selbsterklärten Republik hinzu.

    Das Fehlen einer solchen Reaktion, so Puschilin, würde bedeuten, dass die Weltgemeinschaft erneut zur Politik „doppelter Standards“ greife.

    Laut den Krim-Behörden ist der Anführer der Organisation „Madschlis der Krim-Tataren“, Mustafa Dschemiljow, einer der Drahtzieher der Blockade. Gemeinsam mit einem weiteren Führer der Organisation, Refat Tschubarow, hatte er zuvor eine Lebensmittel-Blockade der Halbinsel in die Wege geleitet und offen dazu aufgefordert, die Energieversorgung der Krim einzustellen. Gegen die beiden Männer laufen in Russland Strafverfahren.

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    Tags:
    Lebensmittel, Tataren, Denis Puschilin, Sergej Aksjonow, Ukraine, Cherson, Krim